Unendlicher Spaß
Do 22.3./Fr 23.3., 19:30 Uhr | Münchner Volkstheater
Die Handlung spielt in einem leicht in die Zukunft versetzten Amerika, das mit Kanada und Mexiko die "Organisation der nordamerikanischen Nationen" bildet und von radikalen Separatisten in Kanada, den rollstuhlfahrenden „Assassins des Fauteuils Rolants“ (A. F. R.) bekämpft wird. Das Staatsgebilde wird von einem ehemaligen Schlagersänger namens Johnny Gentle regiert. Um die Steuereinnahmen zu erhöhen, hat man den Kalender an Sponsoren verkauft, man lebt somit im "Jahr des Whoppers" oder im „Jahr der Inkontinenz-Unterwäsche“.
"Unendlicher Spaß" – so nannte James Incandenza seinen Film, der Menschen, die ihn anschauen, so verhext, dass sie sich nicht mehr von ihm lösen können und dabei verdursten und verhungern. Die A.F.R. ist auf der Suche nach der Master-Kassette dieses Filmes, da sie ihn für die ultimative Waffe halten, um die Amerikaner Opfer ihrer eigenen unersättlichen Gier nach Unterhaltung werden zu lassen. Ebenso auf der Suche ist der Geheimdienst, der die Verbreitung des Films verhindern möchte.
Diese Suche verbindet unterschiedliche Figuren miteinander und fokussiert den Handlungsort auf die von James Incandenza gegründete Tennisakademie, wo seine beiden Söhne Hal und Mario studieren, sowie ein nahe gelegenes Entziehungsheim für Drogenabhängige.
1996 erschien "Infinite Jest" in den USA und machte David Foster Wallace über Nacht zum Superstar der Literaturszene. Nicht allein der schiere Umfang, sondern vor allem die sprachliche Kreativität, die ungeheure Themenvielfalt, die treffsichere Gesellschaftskritik, scharfe Analyse sowie der Humor machen den Roman zum Meilenstein der amerikanischen Literatur. Im September 2008 nahm sich Wallace das Leben, ein Jahr bevor die deutsche Übersetzung von "Unendlicher Spaß" erschien.
Regie: Bettina Bruinier
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