Das kommende Verschwinden

Fr 6.10. und Sa 7.10., jeweils 16.00-22.00 Uhr | Pathos & schwere reiter, Schwere Reiter

von Sebastian Blasius

Ausgangspunkt ist eine Dystopie im Jahr 2045: Linke Positionen konnten den Aufwind des Rechtspopulismus nicht aufhalten, die Auffanglager außerhalb Europas Außengrenzen sind ins Uferlose gewachsen, der Terrorismus in Europa hat zugenommen, die Digitalisierung hat über die Hälfte der heutigen Arbeitsplätze ersetzt; kurzum: es gibt die wirtschaftlich Privilegierten, die sich in Gated Communities zurückgezogen haben, und die Unnützen, deren Fähigkeiten nicht mehr profitabel sind und die im Grunde überflüssig wurden, deren Leben volkswirtschaftlich wertlos ist, die hochgradig prekär, nomadisch und oftmals wohnungslos leben.
Vor diesem Hintergrund veranstaltet eine Gruppe der "Privilegierten" eine Konferenz, in der retrospektiv über ausgebliebene Chancen, gegenwärtige Probleme, künftige Lösungsansätze, Formen der Erinnerung an die Opfer der Globalisierung im Spannungsfeld von Philosophie, Soziologie, Kunst, Kultur und Ökonomie diskutiert wird.

Das Projekt ist ein Pre-enactment dieser fiktiven Konferenz im Jahr 2045, in welcher unter anderem retrospektiv auf unsere heutige Gegenwart geschaut wird. Wir haben dazu reale Wissenschaftler eingeladen, sich skizziertes fiktives Szenario vorzustellen und mit ihrer Expertise einen thematisch passenden Vortrag oder Workshop zu halten. Ein Bioinformatiker stellt Möglichkeiten vor, wie sich der Preis für nanotechnische Implantate so reduzieren lässt, dass auch die "Unnützen" sie sich leisten können, um im Wettbewerb um die wenigen profitablen Arbeitsplätze mithalten zu können. Oder: Welche Formen der Erinnerung würde ein Archivforscher gegenüber den Verlierern der Globalisierung theoretisieren und entwickeln? Und welche Rolle spielt in dieser Gesellschaft die Kunst und das Theater?

Es gibt dabei ein inszeniertes Konferenzpublikum, das auch Rückfragen etc. stellt - und das Theaterpublikum, das dem Geschehen hinter einer Gaze zuschaut und auch nicht an Kaffee- und Buffetpausen teilnehmen kann. Die Theaterzuschauer wohnen quasi ihrem eigenen Unbedeutendwerden und Verschwinden bei. Das Projekt verläuft an der Grenze von Theateraufführung und quasi-wissenschaftlicher Veranstaltung, die gleichermaßen mit Ebenen des Dokumentarischen, der Illusion und der Vorstellungskraft des Möglichen spielt.

mit Anne Tismer, Mélanie Fouché u.a.

Regie: Sebastian Blasius

Schwere Reiter | Dachauer Str. 114 | 80636 München
Anfahrt mit dem MVV Anfahrt mit dem MVV

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