 |
Kurfürst Carl Theodor. Foto: Veranstalter |
Schach, das Spiel der Könige, war schon immer mehr als nur ein schlichter Zeitvertreib. Stets war es eine Allegorie politischer Verhältnisse und militärischer Winkelzüge. Seit dem 13. Jahrhundert gehörte das Schachspiel zu den sieben ritterlichen Tugenden.
Das Museum der Stadt Grafing zeigt aus diesem Grund ab Oktober ausgewählte Arbeiten der bedeutenden Grafik-Sammlung für Spielforschung an der Hochschule Mozarteum Salzburg. Der Fokus der Ausstellung liegt auf dem Schach in der höfischen und bürgerlichen Kultur von 1750 bis 1850 und dem Weg, den das Spiel in dieser Zeit vom Adelssalon in die öffentlichen Schachcafés nahm.
Im Zentrum der kunsthistorischen Betrachtung steht das Ziesenis-Gemälde von Kurfürst Carl Theodor, auf dem das Schach-Motiv erstmals auch eine private und individuelle Funktion erhält. Ergänzt wird die Ausstellung durch Leihgaben von Mitgliedern der Chess Collectors International.