Jürgen Habermas hat die Minima Moralia von Theodor W. Adorno (1903–1969) trotz seines essayistischen und fast fragmentarischen Aufbaus Adornos Hauptwerk genannt. In literarisch anspruchsvoller Form diagnostiziert Adorno die Beschädigungen, denen das gesellschaftliche Leben im 20. Jahrhundert nach den Kriegen und Konflikten ausgesetzt ist. Der wohl bekannteste Satz aus diesem Werk "Es gibt kein richtiges Leben im falschen" kann auch als Motto des Nachdenkens über diese Form einer paradoxen Ethik gesetzt werden.