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Nach 100 Jahren des Bestehens ist die MünchnerGroßmarkthalle im Umbruch. Diesem Handelsplatz ist Bewegung eigen – in seinemtäglichen schnellen Geschäft genauso wie in den veränderten Bedingungen, unterdenen die Geschäfte ablaufen. Ein beachtenswerter Fakt der Kontinuität in derGeschichte der Großmarkthalle ist die Erhaltung des Standortes, die auch fürdie kommende Epoche gesichert ist. Ein Rückblick anlässlich des Jubiläumssollte einer Definition der Werte, die ein städtischer Platz für denFruchtgroßhandel bietet, dienen und den Diskurs zwischen Stadtpolitik,städtischer Marktleitung, privatwirtschaftlichen Händlern und den Anwohnern im StadtteilSendling unterstützen. Im Zusammenwirken dieser Gruppierungen besteht diebesondere Konstellation dieses Marktplatzes, der mit seinen 31 Hektar einbedeutendes Terrain im Stadtgebiet einnimmt.
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Im Vorfeld des Jubiläums kam die Direktion der MünchnerMarkthallen auf das Münchner Stadtmuseum mit dem Anliegen zu, die Geschichteder städtischen Institution Großmarkthalle den Mitbürgern in einer Ausstellungbekannt zu machen und damit die abgeschiedene Welt der Gärtner, Händler,Importeure, Transportunternehmen und Marktkaufleute ins Zentrum der Aufmerksamkeitder Münchner zu rücken.
Dieses Ausstellungsprojekt konnte nur sehr eingeschränktaus den Sammlungen des Münchner Stadtmuseums bestritten werden. Die Vorläuferder Großmarkthalle – Viktualienmarkt und Schrannenhalle – haben bisher imMuseum Beachtung gefunden, schließlich dienten sie als Motive bekannterMünchner Maler. Solche Aufmerksamkeit hat die Großmarkthalle nicht erfahren undalltagsgeschichtliche Exponate fanden keine Beachtung. Die Recherche für dieAusstellung vor Ort, mit stundenlangen Streifzügen durch die Hallen, Gesprächenmit Händlern, Fahrten über das weitläufige Gelände und intensivenBeobachtungen, war die Basis, um die Abläufe des Marktgeschehens zu verstehen.Es folgten Termine mit Importeuren, Agenturen, der Werkleitung und demKommunalreferat. Immer stand neben dem Erfassen der komplexen Handelsabläufedie Suche nach Exponaten, die Aussagen zu Leben und Arbeit an derGroßmarkthalle zulassen. Zusätzlich zu diesem neu gehobenen Material werden inder Jubiläums-Ausstellung Fotos und Filme, die im Stadtarchiv München über diestädtische Institution Großmarkthalle gesammelt wurden, gezeigt.
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Zur Ausstellung erscheint im Umschau-Verlag einBegleitbuch, das sich in zwei Teile gliedert. Der erste dokumentiert dieErzählung der Ausstellung und gibt einen Eindruck von deren Exponaten. Imzweiten Teil wird die Geschichte der heute an der Großmarkthalle ansässigenFirmen dargelegt. Sie wurden bei den Besitzern und Familien recherchiert und inZusammenarbeit mit ihnen erstellt. Deshalb können hier zahlreiche Fotografienaus Privatbesitz erstmals veröffentlicht werden.






























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