Krieg und Erbarmen
Bis So 11.3., Di-So 10.00-18.00 Uhr | Buchheim Museum, Bernried
Obwohl das Entstehen beider Zyklen durch den Ersten Weltkrieg ausgelöst wurde, sind beide Radierwerke jedoch sehr viel mehr als bloße Zeitdokumente, nämlich zeitlose Manifeste gegen den Krieg, die auf ganz unterschiedliche Weise durch ihre Aussage und ihre künstlerische Qualität beeindrucken. Denn mit diesen beiden Folgen prallen zwei Persönlichkeiten und Welten aufeinander, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten: Da der »Wirklichkeitsmensch« und Verist Otto Dix (1891–1969) – dort der Katholik und Expressionist Georges Rouault (1871–1958). Radikal der eine und kompromisslos der andere, wenn es gilt, die eigene Weltanschauung zu artikulieren und sich künstlerisch das Äußerste abzuringen. Jahrelang haben beide an diesen ihren Werkgruppen gearbeitet und haben – Blatt für Blatt – die Möglichkeiten der Radierung ausgetestet, bis sie zu Lösungen fanden, die ihren hohen künstlerischen Ansprüchen genügten. Umfangreiche Vorarbeiten in Zeichnung und Aquarell bereiteten die drucktechnische Umsetzung vor.
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