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Dornröschen

Fr 2.3./Sa 3.3., 19:30 Uhr | Nationaltheater Bayerische Staatsoper
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Peter I. Tschaikowskys Dornröschen, von Marius Petipa 1890 in St. Petersburg choreographiert, bildet den Höhepunkt der klassischen Ära des russischen Balletts. Bis heute zählt das Werk, in unterschiedlichen Inszenierungen, aber immer unter Wahrung der choreographischen Substanz, zu den Juwelen im Repertoire der großen internationalen Ballettkompanien. Für die Premiere am 2. Dezember 2003 hat Ballettdirektor Ivan Liška das Werk, das seit 1976 auch in München heimisch ist, neu inszeniert, in Peter Farmers überarbeiteter Ausstattung von 1976. Diese ist mit ihrer exquisiten Farbdramaturgie, ihren gemäldehaften Bühnenbildern und den erlesenen Kostümen kaum zu übertreffen. Im neuen Lichtdesign von Christian Kass hat alles noch glanzvollere Ausdruckskraft gewonnen.

Ziel der Arbeit von Ivan Liška, der sich damit zum ersten Mal der Neuinszenierung eines Klassikers widmete, war es, die kostbare choreographische Überlieferung von Marius Petipa mit Sorgfalt zum Leben zu erwecken und gleichzeitig die Figuren – Prinzessin Aurora, den Prinzen, König und Königin, den Hofstaat, Feen und Märchengestalten – in jugendlichem Elan als lebendige Menschen zu zeigen.

Das Ballett verleiht dem berühmten Märchen eine tiefe symbolische Dimension, die sich schon in der Wahl der Namen der Helden der Geschichte zeigt: Dornröschen heißt Aurora – die Morgenröte – und ihr Prinz hat den Namen Desiré, der Ersehnte. Schönheit, zum Leben erweckt durch die Liebe, besiegt die dunklen Elemente der Hässlichkeit und der Verfallenheit an ein böses Schicksal. Prinzessin Aurora wird bei ihrer Taufe von der bösen Fee Carabosse verflucht und soll an ihrem 16. Geburtstag an einem Spindelstich sterben. Aber die Fliederfee mildert den Fluch: Aurora wird nach hundertjährigem Schlaf erweckt vom heroischen Prinzen Desiré. Das Hochzeitsfest, der letzte Akt des Balletts, führt in freudigem Reigen einen ganzen Märchenkosmos zusammen, an dessen Ende kein Zweifel bleibt, dass Prinz und Prinzessin hinfort ewig glücklich sein werden.

Dornröschen, entstanden in enger Zusammenarbeit zwischen Peter I. Tschaikowsky und Marius Petipa, dem wohl bedeutendsten Choreographen des 19. Jahrhunderts, ist eines der (nicht allzu zahlreichen) Kunstwerke, das auf Grund seiner formalen Vollkommenheit, seines hochentwickelten choreographischen und musikalischen Ausdrucks den verwöhnten Kenner fasziniert und gleichzeitig, dank seiner märchenhaften Unmittelbarkeit und seinem theatralischen Glanz, auch ein breitestes Publikum zu faszinieren vermag.


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Nationaltheater Bayerische Staatsoper | Max-Joseph-Platz 2 | 80539 München
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