Bergsteigen, Romantik und Politik. Nichterzähltes zur Nanga Parbat-Expedition 1934
Mi 21.3., 19.00 Uhr | Alpines Museum des DAV
Der schwäbische Bergsteiger Hermann Hoerlin, Teilnehmer der Internationalen Himalaya-Expedition zum Kangchendzönga im Jahr 1930, unterstützte 1934 nach dem katastrophalen Scheitern der Nanga Parbat-Expedition deren Pressearbeit. Hier lernte er seine spätere Frau, die Expeditionssekretärin Käte Tietz-Schmid, die jüdischer Abstammung war, kennen. Zusammen emigrierte das Ehepaar 1938 in die USA. Da die beiden mit fast allen Expeditionsmitgliedern freundschaftlich verbunden waren, hatten sie Zugang zu Informationen, die niemals an die Öffentlichkeit gelangten. Das von ihrer Tochter Bettina Hoerlin gefundene Material erlaubt nicht nur einen Blick hinter die Kulissen der von den nationalsozialistischen Machthabern instrumentalisierten Expedition, sondern gibt auch Einblicke in die politische Positionierung des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins in der Anfangsphase des Dritten Reiches.
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