John Locke oder Jean Jaques Rousseau? -
Zwischen Liberalismus und Solidarität
Mo 19.3., 18.00 Uhr | Raum 0115,
Gasteig
John Locke versteht den Staat als eine Interessengemeinschaft zum Schutz des eigenen Lebens, der persönlichen Freiheit und des persönlichen Besitzes. Rousseau hält eine solche Konzeption jedoch für verlogen. Denn unter dem Vorwand gleicher Interessen diene die öffentliche Gewalt vornehmlich dazu, die Ungleichheit der Lebenschancen, der Macht und des Eigentums festzuschreiben. Der Staat müsse dagegen auf einem radikal vorbehaltlosen Zusammenschluss beruhen, der augenblicklich "anstelle der Einzelperson jedes Vertragspartners eine sittliche Gesamtkörperschaft" schafft.