L' Italiana in Algeri
Fr 9.3./Mi 14.3., 19:30 Uhr | Staatstheater am Gärtnerplatz
In Rossinis Oper triumphiert die List der Frau über männliche Eitelkeiten. Die Titelheldin Isabella kann den Hergang der Geschichte geschickt zu ihren Gunsten beeinflussen - und lässt dabei die Herren der Schöpfung am Ende blass aussehen.
Typisch männliche und weibliche Eigenschaften stehen sich hier v.a. in den großen Partien der Isabella (Rita Kapfhammer/ Franziska Rabl) und des Mustafà, Bey von Algier (Stefan Sevenich) ebenso gegenüber wie die unterschiedlichen Kulturkreise Orient und Okzident.
Auch musikalisch werden gängige Klischees aufgewirbelt und mit parodistischen Gesängen und inszeniertem Sprachgewirr auf die Spitze getrieben.
Die Ankunft der schönen Italienerin Isabella sorgt in Algier für vielseitige Turbulenzen: Dem Bey von Algier verdreht sie so sehr den Kopf, dass dieser sofort seine eigene Gattin an den Sklaven Lindoro loswerden und Isabella in seinen Harem aufnehmen will. Doch auch ebendiesem Sklaven, ihrem Geliebten Lindoro, bereitet die clevere Italienerin einigen Liebeskummer. Bis schließlich alle Paare standesgemäß zueinander finden, und Isabella mit den Waffen einer Frau die Flucht mit ihrem Auserwählten nach Italien einfädeln kann, sind noch einige Hürden zu nehmen.
Originalsprachliche Aufführungen sind im Gärtnerplatztheater seit einiger Zeit ein fester Bestandteil des Spielplans. Gerade Rossini ist bekannt für seine humorvolle Verzahnung von Sprache und Musik. Das original Italienische bietet in dieser charmanten Spieloper besonders viel Raffinesse: Da werden Worte zu Silben, Silben zu Tönen und Sprache wird zu Musik.
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