Der Mikado oder Die Stadt Titipu
Mi 21.3., 19:30 Uhr | Staatstheater am Gärtnerplatz
Flirten verboten! – Wer sich diesem Diktat des Mikado, Kaiser von Japan, widersetzt, riskiert den Tod durch Enthauptung. Dass dieses Gesetz just den Sohn des Mikado den Kopf kosten könnte, weil er die schöne Yam-Yam liebt, die wiederum längst dem Oberscharfrichter versprochen ist, sorgt für Turbulenzen. Fragwürdige Gesetzgeber mit so grotesken Posten wie Minister für alles andere und das weitere, nicht minder illustre Personal dieser Operette schrauben so lange mittels gefälschter Totenscheine, Erpressungen und zweifelhafter Liebesschwüren am Geschehen herum, bis sich zwei Paare glücklich finden und schlussendlich alles gut ausgeht.
DER MIKADO ODER DIE STADT TITIPU, eine makabre Farce, verfremdet und entrückt nach Fernost, wurde nach der Uraufführung bemerkenswerte 672 Tage in Folge gespielt. Wieder einmal stellt das Autorenteam Gilbert & Sullivan, die Satiriker des British Empire, seine kongeniale Kreativität unter Beweis, wenn es mit seiner eigenwilligen Ironie dieses wunderliche Reich des Mikado entwirft.
Gesetzestreue und Liebe scheinen in Titipu eine Frage der Interpretation zu sein. Dabei kann das ferne Japan durchaus als Verkleidung europäischer Umstände gesehen werden. Das fremdartige Anderswo wird von Gilbert und Sullivan in sprachliche und musikalische Fernostzitate gekleidet und ihr schwarzer Humor à la Monty Python provoziert die Lachmuskeln.
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