Fahrenheit 451
Do 22.3., 19:30 Uhr, Fr 23.3., 10:30 Uhr/19:30 Uhr, Sa 24.3., 20:00 Uhr | SchauBurg
Theater der Jugend
am Elisabethplatz
Im Mittelpunkt steht der Feuerwehrmann Guy Montag. Pflichtbewusstsein und Leidenschaft prägen ihn, bis mehrere Ereignisse sein Weltbild ins Wanken bringen. Da ist zunächst die Begegnung mit dem Mädchen Clarisse, die ihm die Schönheit der Natur zeigt, die eigene Gedanken und Gefühle hat und ihn darauf hinweist, dass er nicht glücklich sei. Seine Frau Mildred ist eine typische Vertreterin ihrer Zeit. Der Drang nach Betäubung, Berieselung, Bespaßung führen bei ihr zu Übersättigung und Überdruss, weshalb sie einen Selbstmordversuch unternimmt. Ein professionelles Sanitätsteam kann sie zwar retten, aber der technisch perfekte Abpumpvorgang erschreckt Guy Montag zutiefst. Das Rettungsteam behandelt seine Frau wie einen Gegenstand und nicht wie einen Menschen. Er sucht das Gespräch mit ihr. Umsonst. Mildred will weitermachen wie zuvor.
Bei einem Feuerwehreinsatz trifft er auf eine alte Frau, die lieber mit ihren Büchern verbrannt werden will als sich in Sicherheit zu bringen. Nach diesem verstörenden Erlebnis gerät Montags Welt endgültig ins Wanken. Auf der Suche nach Orientierung beginnt er zu lesen und sucht Kontakt zu Faber, einem ehemaligen Literaturprofessor. Mit ihm gemeinsam will er nicht nur die existierenden Bücher retten, sondern neue drucken. Feuerwehrmännern sollen Bücher untergeschoben werden, damit sie, als Leser denunziert, Opfer ihres eigenen Systems werden.
Montags Kollegen schöpfen Verdacht, er gerät ins Visier des Hauptmanns, der längst Bescheid weiß, da er selbst eine Menge Bücher gelesen hat und seine Linientreue nur heuchelt. Der Mechanische Überwachungshund nimmt Witterung auf. Mildred denunziert ihren Mann. Bei seinem letzten Einsatz muss er das eigene Haus abfackeln, Mildred flieht. Montag wird zum Gejagten.
Seine Verfolgung aus der Luft und durch den Mechanischen Hund kann live in jedem Haus per Bildschirm gesehen werden. Montag findet Unterschlupf bei einer Gruppe von Aussteigern, auf die ihn Faber hingewiesen hatte. Diese Männer haben ein Geheimnis: Sie können ganze Bücher aus dem Gedächtnis abrufen, um sie in die Zukunft zu retten.
Der große Krieg, der sich schon geraume Zeit mit Getöse angekündigt hat, bricht aus und ist sofort beendet. Die Stadt, aus der Montag kurz zuvor geflohen war, liegt im Staub. Können die im Kopf gespeicherten Bücher jetzt eine Hilfe sein? Wie konnte es zu dieser Entwicklung kommen? Ist die Welt der Bücher eine Gegenwelt, eine Hoffnung? Kann man jemanden zur Verantwortung ziehen? Der Autor verweigert die Antwort.
Regie: Gil Mehmert
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