43. Internationale Jazzwoche Burghausen
Jazz Masters All Stars – Lee Konitz New Quartet
Do 15.3., 20:00 Uhr | Wackerhalle, Burghausen
Jazz Masters All Stars
Einige „Einspringer“ unter den Musikern haben gerade diese Gelegenheit genutzt und sind später große Künstler geworden. Als Ersatz für den Trompeter Woody Shaw ging 1989 ein junger deutscher Kollege namens Claus Reichstaller auf die Bühne, um in der „Paris Reunion Band“ zu spielen. Aus der auch künstlerischen Freundschaft mit dessen Bassisten Nathan Davis sowie über die legendären „Jazz Seminars & Concerts at the University of Pittsburgh“ haben sich die Jazz Masters unter dem Motto „Aus der Tradition etwas Neues erschaffen“ formiert.
Zu den Burghauser Meisterspielern zählen neben Davis etwa der in der Szene äußerst präsente amerikanische Trompeter Randy Brecker, die Bassistengröße „Abe“ Laboriel, der schon für Ella Fitzgerald, George Benson, Manhattan Transfer und Michael Jackson in die Saiten griff, die aus Aserbaidschan stammende Pianistin Amina Figerova und mit Winard Harper der Drummer der berühmten Harper Brothers. Die All Stars kann man zudem tagsüber beim Jazz Masters Workshop im Mautnerschloß erleben.
Lee Konitz New Quartet
„Tausche Village Vanguard, New York City gegen Wackerhalle, Burghausen“ – diese Anzeige könnte sich durchaus bald in einigen bayerischen „Blättern“ finden. Man muss nicht in den fernen Big Apple beißen, um noch nach der Arbeit am Abend bei Weltstars von Format wie dem Altsaxofonisten Lee Konitz vorbeizuschauen und dessen balladeskes Spiel zu ge-nießen.
Bereits vor elf Jahren entstand in Boston das Trio „Minsarah“ um den deutschen Pianisten Florian Weber. Aus dem Trio mit ihrem Gastsolisten wurde mittlerweile Lee Konitz‘ erstes ständiges Quartett seit Jahrzehnten. Kaum jemand wird in der aktuellen Jazzszene so stark mit dem Begriff (und Gefühl) des Cool Jazz in Verbindung gebracht wie der 1927 in Chicago geborene Lee Konitz. Die Klangwelt jener Zeit verbindet sich mit der einer jungen dynamischen internationalen Band – dieser Abend sollte die Fans in Scharen in die Wackerhalle führen.
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