Candide oder der Optimismus
Fr 9.3., 19:30 Uhr, Do 15.3./Do 22.3./Sa 31.3., 20:00 Uhr | Residenztheater
Bayerisches Staatsschauspiel
Aufgewachsen im Schloss des Barons von Thunder-ten-tronckh ist Candide überzeugt, er lebe in der besten der Welten und alles sei gut, so wie es ist. Doch allzu offensichtlich ist die Welt ein ewiger Krieg und die Gegenwart aussichtslos. Für Voltaire ist das mehr komisch denn tragisch. 1759 inmitten von Kriegen und Naturkatastrophen erschienen, verlacht sein Roman die Schönredner und optimistischen Verdränger, die sich hartnäckig an den Glauben klammern, dass doch noch alles gut wird. Er hält ihnen das Abbild einer schief gegangenen Schöpfung als brutalen Slapstick entgegen und rät am Schluss allen, „den Garten zu bestellen“, sich mit Freunden der Arbeit zu widmen, um das Leben erträglich zu machen. Zuvor erlebt Candide einen Roadtrip durch die Welt, der zu einer Reise der schwindenden Hoffnung und Utopien wird.
Friederike Heller *1974 beschäftigte sich schon mehrere Male mit den großen Romanen zur krisenbehafteten Moderne – von Thomas Manns „Zauberberg“ bis Michel Houellebecqs „Elementarteilchen“.
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