Zur Mittagsstunde
Sa 17.3./Sa 24.3., 20:00 Uhr | Residenztheater
Bayerisches Staatsschauspiel
„Gott bedeutet uns nichts mehr. Wir tun, was wir tun, wir treffen Entscheidungen, wir übernehmen Verantwortung. Irgendein Mann hat dir eine Waffe ins Gesicht gehalten, jetzt gefällt dir dein Leben nicht mehr, und du willst es ändern. Schön. Tu was.“ John Smith, bisher „rund um die Uhr ein absolutes Arschloch“, wie er sich selbst bezeichnet, überlebt als Einziger den Amoklauf eines kurz zuvor geschassten Kollegen im Büro. Was kommt nach der Katastrophe? Einfach weitermachen wie bisher? Die Hand Gottes hat Smith verschont, davon ist er fest überzeugt, und er will zu dessen Ehren jetzt alles anders machen, sein Leben ändern. Dabei schlägt dem vermeintlich Erweckten nur Skepsis, Zynismus und Unverständnis entgegen.
Neil LaBute *1963, US-Dramatiker, Filmemacher und einer der meistgespielten zeitgenössischen Autoren in Europa, zeigt die Widersprüchlichkeiten heutiger Existenz zwischen Glauben und Religion angesichts zunehmender Sprachlosigkeit und Ignoranz. Wilfried Minks *1930, der bereits in den 1960er Jahren durch seine stilbildenden Bühnenbilder für Rainer Werner Fassbinder, Michael Grüber, Peter Zadek u. a. bekannt wurde, widmet sich als Regisseur neben klassischen Stoffen immer wieder der zeitgenössischen Dramatik.
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