ShowGhost-3
Fr 9.3./Sa 10.3., 20:00 Uhr, So 11.3., 19:00 Uhr | Theater im Marstall
Der Wiener Medien-Künstler Jan Machacek stellt mit filmischen und theatralen Mitteln Fragen nach Sein und Schein, Realität und Projektion. Er ließ sich dafür von einem Bühnentrick des 19. Jahrhunderts sowie von Fassbinders Science-Fiction-Fernsehspiel „Welt am Draht“ inspirieren.
Unter dem Titel „ShowGhost“ hat Jan Machacek für die Wiener Festwochen 2011 eine Arbeit rund um das Thema virtuelle Welten, Video- und Theatereffekte entwickelt, ausgehend von dem Bühnentrick "pepper’s ghost", der mit Hilfe von Licht und Glasspiegelungen – lange vor digitalen Technologien – Effekte wie Schweben und Geistererscheinungen auf der Bühne ermöglichte. Als weitere Inspirationsquelle diente Machacek „Welt am Draht“: R. W. Fassbinders raffinierte Auseinandersetzung mit virtuellen Welten aus dem Jahr 1973. Fassbinder verfolgt hier die quasi platonische Phantasie aus Daniel F. Galouyes Science-Fiction-Roman „Simulacron-3“ (die Jahrzehnte später auch Eingang in Filme wie „Matrix“ finden sollte): was wäre, wenn unsere Welt nur eine Welt in der Welt wäre, nur eine Simulation?
Stoff genug also für den Medienkünstler Machacek, um in seiner Weiterentwicklung „ShowGhost-3“ philosophische Fragen mit analogen und digitalen Bühnen- und Medientricks zu verbinden. Jan Machacek hat Bildhauerei und Bühnenbild in Wien und Karlsruhe studiert, seine Live-Video-Performances ebenso wie seine Kurzfilme sind europaweit auf Festivals und an Theatern zu sehen, er gewann u.a. den International Prize for Performance (Trento 2006) und den Preis für innovatives Kino (Diagonale, Graz 2007).
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