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Der Ring des Nibelungen

Wagners Tetralogie an der Bayerischen Staatsoper


Inszeniert den Ring neu: Andreas Kriegenburg. Foto: Veranstalter

Mit der Neuinszenierung des gesamten Ring-Zyklus innerhalb einer Spielzeit legt die Bayerische Staatsoper den Fokus der Spielzeit ganz klar auf Wagner. Andreas Kriegenburg, der den „Ring des Nibelungen“ inszenieren wird, hat sich nicht nur in seiner künstlerischen Arbeit viel mit den deutschen Mythen beschäftigt, sondern betont auch den zeitlosen Kern des Werkes. Die Erzählung von List, Täuschung, Schuld und Verrat in einer dem Untergang geweihten Gesellschaft, von bis in die Familie hinein reichenden Strukturen von Macht und Ausbeutung erscheint immer wieder hochaktuell.

„Unsere Gesellschaft ist auf den von Wagner beschworenen Untergang gefolgt. Aus ihr heraus möchten wir den Ring entwickeln. Wagner zeigt unsere Gefährdungen, wir zeigen sie in einem Akt des kollektiven Erzählens,“ so der Regisseur über seine Herangehensweise. Auch Generalmusikdirektor Kent Nagano, der während der Spielzeit zum ersten Mal eine szenische Aufführung des Rings dirigieren wird, betont das Gewicht des Werkes und die Herausforderung, es auf die Bühne zu bringen. „Alles ist Hauptsache an und in diesem kulturgeschichtlich tatsächlich einmaligen Kunstwerk, dessen Einstudierungen und Aufführungen denn auch immer mit besonderer Aufmerksamkeit und mit Auseinandersetzungen begleitet und verfolgt werden.“

Eröffnet wird der Zyklus mit der Aufführung des aufwendig inszenierten ersten Teils „Das Rheingold“ am 4. Februar. Die Besetzung umfasst neben Stefan Margita als Loge und Sophie Koch als Fricka auch den dänischen Bass-Bariton Johan Reuter als Wotan. Es folgen am 4. März „Die Walküre“ mit den Publikumslieblingen Anja Kampe als Sieglinde und Klaus Florian Vogt als heldenhaften Siegmund. Am 27. Mai wird der kanadische Heldentenor Lance Ryan „Siegfried“ portraitieren. Die „Götterdämmerung“ mit Nina Stemme – einer der gefragtesten Wagner-Sängerinnen unserer Zeit – in der Rolle der Brünnhilde, schließt am 30. Juni die Tetralogie ab und eröffnet gleichzeitig die Münchner Opernfestspiele, auf denen der komplette Zyklus noch zweimal gezeigt wird.

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