Hätte Eduard Schleich auf den Rat des Direktors der Münchner Kunstakademie gehört und sich wegen „völliger Talentlosigkeit“ dem Schusterhandwerk zugewandt, so wäre die deutsche Freilichtmalerei heute um einen ihrer ganz großen Wegbereiter ärmer. Doch er ließ sich nicht beirren und wurde als künstlerischer Autodidakt zu einer der führenden Persönlichkeiten unter den Münchner Landschaftsmalern.
Mit dem für seine humoristischen Genrebilder bekannten Maler Carl Spitzweg verband ihn eine enge Freundschaft. Gemeinsam durchstreiften sie auf der Suche nach Motiven Bayern, Franken sowie Österreich und sollen sich auch gegenseitig bei der Fertigstellung ihrer Bilder geholfen haben.
Die Gemäldegalerie Dachau widmet sich noch bis zum 9. April dieser produktiven Künstlerfreundschaft und zeigt über 90 Gemälde Schleichs und Spitzwegs aus öffentlichen und privaten Sammlungen.
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