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Zuletzt war Rick Kavanian in der SAT.1 Komödie "Abi '97 - gefühlt wie damals" zu sehen. Jetzt kommt er mit seiner Bühnenshow nach München. © SAT.1 / Arvid Uhlig

„Wenn das Publikum lacht, ist alles gut“

Am Dienstag, 6. Februar und am Mittwoch, 7. Februar, tritt Rick Kavanian erneut mit seinem vierten Bühnenprogramm, „Offroad“, im Lustspielhaus in München auf.

Schauspieler und Entertainer Rick Kavanian ist durch Filme wie „Der Schuh des Manitu“ und „(T)raumschiff Surprise“ berühmt geworden. Zuletzt war er in der SAT.1-Komödie „Abi ’97 – gefühlt wie damals“ und dem Kinospektakel „Bullyparade – Der Film“ zu sehen. Am Dienstag, 6. Februar und am Mittwoch, 7. Februar, tritt der 47-Jährige mit seinem vierten Bühnenprogramm, „Offroad“, im Lustspielhaus in München auf. Im Interview spricht er über seinen Werdegang, warum er „Knalltüte“ genannt wurde und verrät, worüber er lachen kann.

Es heißt, Sie hätten nach dem Abitur zwar Politikwissenschaft in München studiert, letztlich aber auch nur Augen fürs Radio gehabt. Damals haben Sie bei Radio Gong angefangen – bereits mit Bully Herbig an der Seite.

Das stimmt. Allerdings bestand mein engster Freundeskreis damals, mal abgesehen von Bully, aus lupenreinen Akademikern. Und die haben mich schon ein bisschen belächelt für das, was ich da nebenher gemacht habe. So nach dem Motto: „Der Kasperl aus dem Radio.“

Hat Sie das gekränkt?

Ja, schon. Die Leute haben ja gar nicht gesehen, dass ich schon morgens in der Früh beim Sender war und mir zudem die ganzen Sonntage um die Ohren geschlagen habe, um Gags zu entwickeln. Da hing mir der „Kasperl“ oder die „Knalltüte“, wie ich auch gerne genannt wurde, schon nach. Die Amerikaner sind da wesentlich pragmatischer und sagen: „Comedy is a serious bunsiness.“ Dem schließe ich mich an.

Was heißt das für Sie?

Ich war damals vor allem fleißig, bin es heute noch. Auch wenn ich natürlich immer auch viel Spaß an der Arbeit hatte und habe, die ich da mache.

War das auch in New York so, wo Sie Mitte der 90er-Jahre Schauspiel studierten? Sie haben diese Phase ja mal als die Zeit Ihres Lebens beschrieben.

Ja, die war es, denn in dieser Zeit ist wahnsinnig viel passiert. Zum Beispiel habe ich gemerkt, dass ich den Beruf des Schauspielers langlebig ausüben möchte. Ich war gerade drei, vier Monate dort und dachte: Das mache ich! Eine ganz wichtige Erkenntnis. Und in dieser Stadt, in der so vielen Menschen aus aller Welt zu leben, mit all dem Tempo, der Kraft und der Hektik – das war schon mega. Wenn ich noch mal ein paar Monate so leben dürfte, wäre ich sofort dabei.

Können Sie mit dem Begriff „leicht verdaubarer Humor“ im Zusammenhang mit Ihrer Arbeit etwas anfangen?

Grundsätzlich bin ich ein Freund der einfachen, guten und effizienten Verdauung (lacht). Deswegen mag ich auch den leicht verdaubaren Gag. Ich möchte nicht endlos lange bei Wikipedia nachblättern, um einen Witz verstehen zu können. Für das Feuilleton ist es vielleicht nicht ganz einfach, mich und meine Kollegen zu beurteilen, aber ich finde: Wenn das Publikum lacht, ist alles gut. Und wenn nicht, waren wir eben nicht lustig genug.

Haben Sie eine Definition von „lustig“?

Ich würde mir niemals anmaßen zu erklären, was per se lustig ist oder nicht. Ich kann keine Definition abgeben, höchstens sagen, worüber ich persönlich lachen kann.

Nämlich?

Ich mag es, mich bespaßen zu lassen, also mich mit einem Bier und einer Tüte Popcorn in den Kinosessel oder aufs Sofa zu setzen und etwas anzuschauen, das ich genießen kann, ohne irgendetwas hinterfragen zu müssen.

Rick Kavanian im Lustspielhaus:

06.02.2018, 20.00 Uhr
07.02.2018, 20.00 Uhr

Von | 2018-02-06T15:03:09+00:00 Feb 6, 2018|