• (c) 2018 Twentieth Century Fox
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„Deadpool“-Marathon im Mathäser Filmpalast

Unter dem Motto „never touch a running system“ führt der zweite Teil das fort, wofür Deadpool steht: Gewalt, derber Humor und Chaos! Genau so lieben wir ihn! Einen Tag vor dem deutschen Kinostart des zweiten Teils, am 16. Mai, zeigt der Mathäser Filmpalast beide Teile im „Double-Feature“-Event.

Die Handlung von „Deadpool 2“

Als vor zwei Jahren Deadpool seinen ersten eigenen Kinofilm bekommen hat, ging der Erfolg des durchgeknallten Antihelden mit dem losen Mundwerk und dem Hang zu Gewalt durch die Decke. Das war vor allem der Tatsache geschuldet, dass Deadpool so anders war als die anderen Superhelden, die man bis dato in diesem Genre auf der Leinwand gesehen hatte. Nun kommt der zweite Teil in die Kinos und holt seine Fans genau dort ab, wo sie zwei Jahre lang gewartet haben.

Wade Wilson (Ryan Reynolds) alias Deadpool hat es echt nicht leicht: Gerade fängt sein Leben an, in einigermaßen geraden Bahnen zu laufen, da spuckt ihm das Schicksal wieder ordentlich in die Suppe. Und dieses Mal benötigt er sogar die Hilfe der beiden nur allzu bekannten X-Men Colossus (Stefan Kapicic) und Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand). Doch damit nicht genug – um gegen den aus der Zukunft gekommenen Cable (Josh Brolin) anzutreten, stellt sich Deadpool ein ganz eigenwilliges Team zusammen. Um das dann noch zu toppen, fühlt er sich verantwortlich für den jungen Mutanten Russell (Julian Dennison), der schlussendlich irgendwie mit allem zusammenhängt. Chaos und Gewaltexzesse sind natürlich vorprogrammiert.

Mag sein, dass der ein oder andere die Nase voll hat von der unglaublichen Anzahl von (Marvel-)Superheldenfilmen, die konstant ihren Weg ins Kino finden, aber Deadpool ist anders. Genau dafür muss man ihn lieben – oder hassen. Denn der Humor ist, wie bereits im ersten Teil, äußerst derb und oft unter der Gürtellinie. Doch wer Deadpool kennt und schätzt, liebt ihn genau dafür. Hier schließt der zweite Teil direkt an den ersten an. Auch an unterschwelligen Witzen mit deutlichen Bezügen zu anderen Filmen, vor allem aus dem Marvel Cinematic Universe, und weiteren Querverweisen mangelt es nicht. Im Gegenteil – gerade hier legt „Deadpool 2“ noch einmal eine Schippe drauf und sorgt für zusätzliche Lacher.

Es ist immer etwas los

Knackig ist der Film vor allem auch in der Geschichtsführung. Kaum bleibt Zeit, Luft zu holen, denn es passiert so viel, dass der Puls des Zuschauers in den zwei Stunden konstant bei 180 bleibt. Sei es Deadpools Verhältnis zu den X-Men, die Geschichte von Russell, dem Teamcasting von Deadpools X-Force oder die Sache mit Cable – es ist immer etwas los. Und das sind nur die Hauptstränge. Weitere Nebenstränge werden mitverwebt und sorgen für ordentlich Action.

Bei so vielen Handlungssträngen besteht immer die Gefahr, dass irgendwer auf der Strecke bleibt. Erstaunlicherweise ist genau das bei „Deadpool 2“ nicht der Fall. Jeder kriegt seine fünf Minuten und sein Fett weg. Einzig Cable hätte ein wenig mehr Hintergrundgeschichte verdient, aber vielleicht sehen wir ja bald mehr von Josh Brolin als Cable. Das wäre nämlich durchaus interessant, denn Brolin scheint die Rolle des Cable genau so auf den Leib geschneidert zu sein, wie Ryan Reynolds die des Deadpool.

Besonders hervorgehoben werden muss aber auch der junge Julian Dennison. Seine Rolle als Russell ist so vielschichtig und wertvoll für die weitere Geschichte, auch die Verbindung zwischen Deadpool und ihm ist interessant. Dennison ist dabei gleichzeitig keck, hat aber auch die notwendige Sympathie um neben den anderen Hauptcharakteren zu bestehen.

Grundsätzlich macht man mit „Deadpool 2“ nichts falsch wenn man schon den ersten Teil mochte. Er bleibt zwar in Sachen Humor auf gleichem Level, dafür ist die Handlung deutlich dichter und auch die Action findet neue Ansätze. Trotzdem beschleicht einen schnell das Gefühl, dass es sich trotzdem nur um einen weiteren Superheldenfilm aus dem Marveluniversum handelt. Dafür kann Deadpool nichts, er leidet aber unter der Flut dieser Sorte Film. Das macht der Streifen aber oft durch knallharten Humor und total bekloppter Action wieder wett und für Fans von Wade Wilsons durchgeknallten Abenteuern ist „Deadpool 2“ auf jeden Fall eine Empfehlung!

Noch mehr aktuelle Kinotipps finden Sie in unserer Rubrik TV und Kino.

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Von | 2018-05-16T10:43:00+00:00 Mai 16, 2018|