Das Ensemble bei "Spartacus" © Wilfried Hösl

Spektakulärer Tanz in den Untergang

Spartacus am Bayerischen Staatsballett

Spartacus, der widerspenstige römische Sklave und Gladiator ist wohl jedem ein Begriff. Nicht zuletzt dank Stanley Kubricks Kino-Sandalenepos aus dem Jahre 1960 mit Kirk Douglas in der Hauptrolle. Untrennbar ist der Name Spartacus mit dem gleichnamigen Sklavenaufstand aus dem 1. Jhd. vor Christus verbunden, der das Antike Rom in arge Bedrängnis brachte. Obwohl final gescheitert, steht Spartacus bis heute für heldenhaften Widerstand der Unterdrückten gegen Unrecht und für die Revolution von unten.

Osiel Gouneo als Spartacus © Wilfried Hösl

Spartacus als Ballett

Diese Geschichte inspirierte den armenischen Komponisten Aram Chatschaturjan zu einem Ballett in drei Akten, wobei mit den politischen Ereignissen auch die Liebesgeschichte zwischen Spartacus und seiner Ehefrau Phrygia verwoben wurde. Uraufgeführt am 27. Dezember 1956 in Leningrad gilt Spartakus heute als eines der erfolgreichsten sowjetischen Ballette. Im Januar (genauer am 5., 7., und 10. Januar) wird „Spartacus“ in der Bayerischen Staatsoper gegeben. Die Choreografie und Inszenierung stammen von Yuri Grigorovich, dem berühmten, ehemaligen Direktor des Bolschoi-Balletts in Moskau, der sich den Stoff dort schon 1968 vornahm. Für die klassische Ausstattung zeichnete seinerzeit Simon Virsaladze verantwortlich, Weggefährte Grigorovichs sowie damaliger Chefdesigner des Bolschoi-Balletts (†1989) und die musikalische Leitung übernimmt der gebürtige Armenier Karen Durgaryan, in solcher Funktion das erste Mal beim Bayerischen Staatsballett.

Der kampferprobte Titelheld wird in der Aufführung am 5. Januar von dem jungen Kubaner Osiel Gouneo getanzt, der an der National Ballet School Cuba in Havanna ausgebildet wurde. Nach drei Jahren beim Norwegischen Nationalballett fungiert er seit der Spielzeit 2016/17 als Erster Solist an der Spitze des Bayerischen Staatsballetts. Die Brasilianerin Ivy Amista, Trägerin des Bayerischen Kunstförderpreis in der
Sparte Tanz, wird Gouneo dann als Phrygia zur Seite stehen. Beide müssen sich ihrem Widersacher, dem listigen römischen General Marcus Licinius Crassus, stellen.

Was dann geschieht, lässt sich in der Staatsoper beobachten.

Karten an der Theaterkasse, Marstallplatz 5 oder unter Tel. 21 85-19 20 (Mo-Sa 10.00-19.00 Uhr).

Von | 2018-01-02T09:41:47+00:00 Jan 2, 2018|