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Old Maud Bows to the Virginia Creeper Green Cove, Virginia, 1956
Foto: © O. Winston Link / O. Winston Link Museum, Roanoke, Virginia

O. Winston Link – Retrospektive

23. Dezember 2019

Fantastische Nachtaufnahmen und early colors von O. Winston Link in einer Ausstellung

Ghost Town, Stanley, Virginia, Stanley, Virginia, 1957
Foto: © O. Winston Link / O. Winston Link Museum, Roanoke, Virginia

Ein Autokino, eine Geisterstadt, drei junge Ladies im Badeanzug, Kinder beim Angeln – und immer mit im Bild: die Dampfloks der Norfolk & Western Railway oder auch nur ihre weiße Wolke. Das Stampfen der Maschine, das Pfeifen und Läuten, wenn die Stahlrosse durch die Ortschaft fahren, liefert die Phantasie gleich mit.

Ogle Winston Link (1914-2001), Bauingenieur und PR-Fotograf aus NY City hat diese Szenen und Momente zwischen 1955 und 1960 in Virginia und den angrenzenden Staaten mit seiner Kamera eingefangen. Mit konventioneller Eisenbahnfotografie hat das nichts gemein. Winston Link bewahrt uns ein facettenreiches Stimmungsbild des ländlichen Amerika in einer Art „Zeitkapsel“, bevor sich dort vieles für immer geändert hat. Sein einziges auftragsfreies und deshalb auch selbst finanziertes fotografisches Projekt sollte die ganze Aktivität der Norfolk & Western Railway dokumentieren. Manche Szenerien wirken wie gemalt. In Ausdruck und Stil finden sich – neben dem dokumentarischen Ansatz – Erinnerungen an holländische Genreszenen des 16. und 17. Jahrhunderts ebenso wie Anklänge an den sachlich kühlen Blick eines Charles Sheeler oder Edward Hopper.

Fotografien mit einzelnen Lichtplänen

In seinen durchkomponierten Inszenierungen nimmt er sogar Jeff Wall vorweg. Eine besondere Faszination geht von den Aufnahmen aus, die in stockfinsterer Nacht entstanden sind, an entlegenen oder nahezu zivilisationsfernen Orten. Es sind außergewöhnliche Werke, die auch außergewöhnliche Vorbereitung und Logistik erforderten. Jedes Foto war eine Herausforderung, für die er einen eigenen Lichtplan anfertigte mit Texten und Skizzen, mit Berechnungen über Stärke, Reichweite und Position der Lichtreflektoren und Kameras.


Mit der Ausstellung, die noch bis 26. Januar zu sehen ist, möchte das Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung erreichen, dass O. Winston Link endlich auch in Europa die Bekanntheit erlangt, die er verdient hat. In den 120 großformatigen Fotografien der Ausstellung und nochmals verdichtet, in den hundert im Duplexverfahren gedruckten Abbildungen im Portfolio kommt das Werk von O. Winston Link bestens zur Geltung.

Alle Informationen zur Ausstellung finden Sie außerdem im Kalender.


Weiteres in der Rubrik Ausstellungen und auf der Seite Ausstellungen.