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Toni Schneiders: Drei Scheiben Brot, Lindau 1970 © Nachlass Toni Schneiders/ Stiftung F.C. Gundlach

Toni Schneiders – Die Retrospektive im Kunstfoyer

15. September 2020

„Schaut her!“ Toni Schneiders

Toni Schneiders ist einer der stilprägenden Fotografen Deutschlands nach 1945. Mit seinen feinsinnigen Aufnahmen hat er entscheidend dazu beigetragen, die Bildsprache der fotografischen Avantgarde der 1950er-Jahre zu erweitern. Als Mitbegründer der Fotografengruppe „fotoform“ 1949 und als Teil der Bewegung „subjektive fotografie“ seit 1952 schuf er formal gestaltete Einzelbilder. Außerdem entwickelte er eine sachliche Bildästhetik, die er auf seinen Fotoreportagen und Reisen in aller Welt übertrug. Die Traditionslinien aus der Befreiung des fotografischen Ausdrucks durch Toni Schneiders und seine Weggefährten reichen bis in die aktuelle Fotografie.

Toni Schneiders: Auf der Jagd, 1950 © Nachlass Toni Schneiders/ Stiftung F.C. Gundlach

Zu seinem 100. Geburtstag widmet die Stiftung F.C. Gundlach in Kooperation mit dem Kunstfoyer Versicherungskammer Kulturstiftung dem bedeutenden Fotografen eine Gesamtschau, die ihn als „fotoformer“, als Porträtist und als Reise- und Landschaftsfotograf neu entdeckt. Schneiders war einer der jungen Fotografen, die nach neuen Wegen in der Fotografie suchten. Mit fünf Gleichgesinnten rief er am 17. September 1949 die Gruppe „fotoform“ ins Leben, um der Fotografie den Mut zur Gestaltung zurückzugeben und eine neue Formensprache durchzusetzen. Befreit vom Korsett fotografischer Regeln und in kreativer Auseinandersetzung mit progressiven Kräften in Kunst, Fotografie und Publizistik, entwickelten sie eine vielfältige Bildsprache, die sich als fotografische Gestaltung auf der Basis von Wirklichkeit durch Perspektive, Ausschnitt, Experiment und Abstraktion beschreiben lässt.

Seine Reiselust führte Toni Schneiders in viele, teilweise exotische Länder und in intensiver Weise an die Menschen heran. Das Werk Toni Schneiders‘ zeigt ein oft vielschichtiges Menschenbild, welches in der fotografischen Gestaltung immer auch auf sein Gemachtsein verweist und dennoch authentischen Gehalt zu tragen vermag. Seine große Neugier auf die Welt „da draußen“ ließ ihn mit Aufgeschlossenheit, Sympathie und wachem Verständnis Länder und Kulturen im Dreiklang von Landschaft, Mensch und Architektur erleben.


Die sehenswerte Ausstellung ist noch bis 27. September im Kunstfoyer zu sehen.

Weitere Informationen finden Sie außerdem im Kalender.


Weiteres in der Rubrik Ausstellungen und auf der Seite Ausstellungen.