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Fall Out Boy spielen im Zenith

Wie ein popmusikalischer Schwamm

„Wir haben Emo überlebt“, könnten sich Fall Out Boy auf die Fahne schreiben. Am 8. April spielen die Jungs im Zenith in München.

Um die Altersvorsorge kümmerten sich die vier Jungs aus Chicago zeitig: Schon mit der zweiten Major-Label-Veröffentlichung „Infinity On High“ (2007) begannen die harten Gitarren-Riffs und die Pop-Punk-typischen Sprechchöre langsam in den Hintergrund zu rücken, dafür gab’s dann Stadionrock-Refrains à la Panic! at the Disco und ein Jay-Z-Feature. Diese Entwicklung treiben Fall Out Boy knapp zehn Jahre später mit „Mania“ auf die Spitze.

Wie gut ist das Album „Mania“?

Für „Sunshine Riptide“ holt man sich dann den nigerianischen Reggae-Sänger Burma Boy ins Boot – da könnten Fall Out Boy vom Emo-Sound früherer Tage nicht weiter entfernt sein. Den Fans jenes verblichenen Genres wird dafür mit „Wilson“ Genüge getan, wo es heißt: „I’ll stop wearing black when they make a darker colour“.

Die Ballade „Heaven’s Gate“ könnte ebenso gut von Maroon 5 stammen, der hymnische und wie ein Mantra wiederholte Refrain von „Champion“ von Imagine Dragons. Man verliert schnell den Überblick über die vielen Anleihen, die „Mania“ wie ein popmusikalischer Schwamm aufsaugt. Trotzdem hat Fall out Boy seit ihrem im Jahr 2005 veröffentlichten Debütalbum eine treue Fangemeinde. Wer die Amerikaner live sehen möchte, der kann ihren Auftritt am 8. April im Zenith verfolgen.

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Von | 2018-03-09T13:15:58+00:00 Mrz 7, 2018|