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Das „Wunderland“ in München

26 Inszenierung von „Alice“ im Januar wieder im Metropoltheater

„Alice im Wunderland“ und „Alice hinter den Spiegeln“ sind berühmte Klassiker der Weltliteratur. Aber echte „Kinderbücher“ in unserem heutigen Sinne sind die Werke von Louis Carroll wohl eher nicht. Oder besser gesagt: Nicht nur.

Carroll hieß eigentlich Charles Ludwig Dodgsen und lebte mit sieben Schwestern in einer streng gläubigen Familie in einem alten Pfarrhaus. Nebenbei war er auch Fotograf, Mathematiker und sogar studierter Theologe. In den 1860ern erschienen seine Erzählungen der jungen Alice, welche unzählige verrückte und surreale Abenteuer im sagenhaften Wunderland bestehen muss.

Seither sind unzählige Interpretationen zu Carrolls Werk entstanden. Identitätssuche beim Erwachsenwerden, Nonsense-Literatur, Tragödie, Komödie, sarkastische Abrechnung mit den Konventionen des viktorianischen Englands und so weiter. Mal stellen Kinofilme, TV-Serien und Computerspiele die „Kinderbuch“-Eigenschaften in den Vordergrund, mal unterstreichen sie bewusst das Surreale, Dunkel-Psychotische, das dem Wunderland und den Bewohnern immanent ist.

Das Theaterstück „Alice“, das im Januar wieder im Metropoltheater in Freimann gezeigt wird, verflicht das Leben Charles Dodgsons und seine Obsession für Alice Liddell, eine junge Bekannte Carrolls und real existierendes Vorbild seiner Heldin. Seinerzeit verbot ihre Familie dem Autor den Umgang mit ihrer Tochter. Grund für viele Spekulationen! Das Werk ist eine Spiegelung seines fragilen, abgründigen Seelenlebens und seiner inneren Zerrissenheit.


An einem Wendepunkt seiner bislang unschuldigen Beziehung zu Alice angelangt, entführt er sie zum Schutz vor seinem Begehren in ein von ihm geschaffenes Wunderland. In einer zwischen Traum und Wirklichkeit wechselnden Szenerie fantastischer Gestalten und rätselhaft-skurriler Begegnungen verliert er dabei zusehends die Fähigkeit, Fiktion und Realität auseinanderzuhalten. Als sich die Atmosphäre emotional und erotisch weiter auflädt, droht die Situation zu eskalieren.

Ein magisch-surreales Spektakel aus Poesie, Groteske, Verlangen und Wahnsinn und eine tragisch unerfüllte Liebe!


Weiteres in der Rubrik Theater und auf der Seite Theater.