Münchner Opernfestspiele 2026
Die Walküre
Richard Wagner schrieb "Die Walküre" als zweiten der vier Teile des gewaltigen Musiktheater-Epos Der Ring des Nibelungen, das auf dem mittelalterlichen Nibelungenlied und altnordischen Göttersagen basiert. Wotan, der oberste Gott, hat mit einer Menschenfrau Zwillinge gezeugt, Siegmund und Sieglinde. Die beiden zeugen wiederum ein Kind, wodurch Wotan seine Herrschaft gefestigt sieht. Seine Frau Fricka widersetzt sich seinen Plänen und fordert - als Beschützerin der Ehe traditioneller Denkart - den Tod Siegmunds. Widerwillig fügt sich Wotan, auch wenn dies zum Bruch mit seiner Lieblingstochter Brünnhilde führt.
Nach dem Auftakt mit "Das Rheingold", in dem er zeigte, wie die Götter wieder zu ihrer ursprünglichen Macht zurückfinden, nehmen Regisseur Tobias Kratzer und sein Team nun den Begriff der Unbehaustheit in den Fokus, und zwar "sowohl im konkreten Sinne (Siegmund, der ohne Zuhause und Heimat auf der Flucht ist) als auch im Metaphorischen (Wotan, der sich zunehmend einsamer und verlorener fühlt in den Weiten von Unendlichkeit und kosmischer Angst)" (Tobias Kratzer). Das Stück, so Kratzer, stelle die Frage, "ob Liebe die Lösung sein könnte für dieses Dilemma?" Und ob sich "die Unbehaustheit durch Liebe ,heilen' oder zumindest zeitweise vergessen lassen" könne oder vielleicht doch die größte aller Selbsttäuschungen sei.
Quelle: Veranstalter
Theaterkasse, Marstallplatz 5, Tel. 21 85-19 20
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Rubrik Theater, Ballett, Oper | Oper & Operette anzeigen
