
Kammermusik aus der Stubn
Konzert mit dem BachKantatenChor
Mit der „Bauernkantate“ schuf Johann Sebastian Bach 1742 ein ebenso humorvolles wie kluges musikalisches Zeitbild. Entstanden als Auftragswerk für den Leipziger Kammerherrn Carl Heinrich von Dieskau, verbindet die Kantate Volksmusik und Kunstmusik, bäuerliche Direktheit und höfische Eleganz. Ein Bauernpaar kommentiert in obersächsischer Mundart Themen wie Obrigkeit, Steuern, Tanzverbote und Zwischenmenschliches – nicht ohne ironische Seitenhiebe auf alle Beteiligten. Musikalisch kombiniert Bach volksnahe Tänze mit höfischen Formen: Der Versuch der Bauern, „etwas Städtisches zu singen“, gerät ebenso komisch wie kunstvoll. Am Ende kehrt das Paar zur Volksmusik zurück und stimmt sich auf Tanz und Geselligkeit in der Schenke ein. Die Bauernkantate ist eine der lebensnahesten und zugleich raffiniertesten weltlichen Kantaten Bachs. In der Himmelfahrtskirche Sendling erklingt sie am 14. Februar bei einem Gesprächskonzert. Es musiziert der BachKantatenChor zusammen mit dem Barockorchester L’arpa festante.
Weitere Informationen finden Sie außerdem im Kalender.

