Love me tender
Premiere
Eine Frau, erfolgreiche Anwältin in der Hauptstadt, beschließt nach zwanzig Jahren Ehe, ihre Familie zu verlassen, um sich selbst auf die Probe zu stellen, neu zu leben, nur noch zu schreiben, neu zu lieben - oder auch gar nicht mehr zu lieben, sondern nur zu begehren. Der Preis für diese "Selbstenteignung": Ihr Mann trennt sie gewaltsam von ihrem gemeinsamen achtjährigen Sohn und zettelt einen Sorgerechtsstreit unter Vorspiegelung falscher Tatsachen an. Die Erzählerin ist starr vor Schmerz, erkämpft sich mit manisch betriebenem, täglichen Schwimmtraining körperliche Stärke und einen seelischen Gefühlspanzer. Sie kämpft um ihren Sohn, der sich immer weiter von ihr entfernt, taumelt zwischen einer Vielzahl von Gefühlen: Wut, Angst, dem Verlangen nach unverbindlichem Sex und dem Bedürfnis nach engeren Verbindungen, einer tiefen inneren Leere und zugleich einer nie zuvor gekannten Freiheit. Die Autorin Constance Debré geht hart ins Gericht mit gesellschaftlichen Normen und mit sich selbst. Felicitas Brucker setzt als Regisseurin nach "Nora", "Die Freiheit einer Frau" und "Baumeister Solness" ihre leidenschaftliche Auseinandersetzung mit den Widersprüchen weiblicher Lebensentwürfe fort und interpretiert "Love me tender" (ins Deutsche übersetzt von Max Henninger, erschienen bei Matthes & Seitz Berlin, 2024) mit einer radikal körperlichen Performance für drei starke Schauspielerinnen.
Quelle: Veranstalter
Theaterkasse, Tel. 2 33-9 66 00 (Mo-Fr 10.00-18.00 Uhr, Sa 10.00-13.00 Uhr, So/ Fei geschlossen), Kartenansage: Tel. 2 33-9 66 01
Falckenbergstr. 1, 80539 München
www.muenchner-kammerspiele.de
Rubrik Theater, Ballett, Oper | Theater anzeigen
