
Gemeinsamkeiten
Das Bayerische Staatsballett präsentiert die Ballettfestwoche
Die Ballettfestwoche des Bayerischen Staatsballetts, die dieses Jahr vom 28. März bis zum 4. April stattfindet, steht ganz im Zeichen von Gemeinsamkeiten. Jenen Berührungspunkten, aus denen künstlerisch Neues entstehen kann. Diesem Grundsatz widmet sich die Premiere des Dreiteilers „Common Ground“, der die Ballettfestwoche am 28. und 29. März eröffnet. Die Choreografen Alexander Ekman und Johan Inger zeigen dabei das erste Mal ihre Arbeiten beim Bayerischen Staatsballett. Abgerundet wird der dreiteilige Abend mit der Wiederaufnahme von Jiří Kyliáns Ballett „Bella Figura“. Die drei Choreografien verbindet neben ihren Uraufführungen im Nederlands Dans Theater in Den Haag ihre subtile inhaltliche Nähe.

Eingeleitet wird der Abend mit Alexander Ekmans Werk „Cacti“. In diesem wird der Kunstbetrieb selbst hinterfragt und die Mechanismen der Kulturkritik entlarvt. Mit Humor lässt Ekman 16 Kakteen wortreich beschreiben. Er schafft ein Gesamtkunstwerk aus theatralen Bewegungen, Text und Musik.
Johan Inger wendet sich in „Impasse“ den inneren Konflikten menschlicher Begegnung zu. Der französische Begriff bedeutet übersetzt so viel wie „Sackgasse“. In dieser stecken auch die Menschen des Stücks, während sie auf neue Tatsachen und fremde Personen mit anderen Lebensrealitäten reagieren müssen. Wie können sich Menschen dabei selbst treu bleiben? Dennoch verleihen insbesondere die energiegeladenen Kompositionen von Ibrahim Maaloufs und Amos Ben-Tals der ausweglos scheinenden Situation Humor und Hoffnung.
Abgeschlossen wird der Abend mit Jiří Kyliáns Stück „Bella Figura“. Es beleuchtet zu barocker Musik die Faszination an Sinnlichkeit und Schönheit. Neun Tänzerinnen und Tänzer begeben sich auf eine Reise, um Schönheit zu finden. Dabei begegnen sie auch Zweifeln und der eigenen Verletzlichkeit. Zudem wird die Frage aufgestellt, inwiefern wir unser Leben lang eigentlich nur performen.
Ergänzt wird die Ballettfestwoche mit Klassikern wie „Onegin“ und „La Sylphide“ am 30. und 31. März, die ihre Gemeinsamkeit wohl in der Behandlung tragischer Liebesgeschichten finden. Tragisch wird es auch in John Neumeiers „Illusionen – wie Schwanensee“, das am 2. April das Leiden König Ludwig II und seine Flucht in eine Schwanensee-Aufführung darstellt. Mit dem energiegeladenen Dreiteiler „Waves and Circles“ findet die Ballettfestwoche schließlich am 1. und 4. April ihren kraftvollen Abschluss.
Weitere Informationen finden Sie außerdem im Kalender.
