
Heinz Butz – Ein stiller Avantgardist in Oberbayern
Retrospektive im Museum Starnberger See
Bis 3. Mai präsentiert das Museum Starnberger See eine bedeutende Retrospektive des Malers Heinz Butz, der im Dezember 1925 geboren wurde, sein Leben als Künstler überwiegend in Oberbayern verbrachte und 2022 im Alter von 96 Jahren verstarb. Die Ausstellung „Heinz Butz – Ein stiller Avantgardist in Oberbayern“ würdigt den Künstler postum anlässlich seines 100. Geburtstags mit einer umfassenden Schau seines Lebenswerks.
Butz gehörte zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Trotz seiner zurückhaltenden Art wurde sein Werk in der Literatur in Beziehung zu bedeutenden Künstlern der Moderne gesetzt, darunter Vincent van Gogh, Kasimir Malewitsch, Josef Albers und Ellsworth Kelly. Seine künstlerische Sprache zeichnet sich durch eine leise, aber kraftvolle Präsenz aus, die sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion bewegt.
Vom Gegenständlichen zur Abstraktion

Butz’ Kunst bewegt sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Landschaftsstudien, Aktdarstellungen, Bildobjekte und Kleinplastiken zeigen die Bandbreite seiner kreativen Sprache, die sich gesellschaftlichen Strömungen ebenso entzieht wie klassischen Kunstkategorien.
Die Ausstellung zeigt Werke aus nahezu allen Schaffensphasen des Künstlers. Butz betrachtete Kunst als unmittelbare Erfahrung, weniger als Abbild der Welt. Sein Denken führte ihn zu einem eigenen Kosmos aus Formen und Farben, der sich gesellschaftlichen Strömungen ebenso entzieht wie unmittelbaren künstlerischen Schubladen.
Kuratiert auf zwei Ebenen des Museums, stellt die Schau sowohl das Leben des Künstlers als auch die Entwicklung seines Werks in den Mittelpunkt. Besonders hervorzuheben sind die Bildobjekte – skulpturale, freistehende Formen, die aus verschiedenen Materialien komponiert sind und die Grenzen zwischen Malerei, Skulptur und Objektkunst auflösen.
Begleitend zur Ausstellung bietet das Museum Führungen und ein begleitendes Veranstaltungsprogramm an, darunter Direktorenführungen und eine Filmvorführung über Butz’ Werk.
Die Retrospektive macht es möglich, einen der bis heute unterschätzten Vertreter der modernen Kunst in Deutschland neu zu entdecken und sich von der kunsthistorischen Bedeutung dieses leisen, aber außergewöhnlichen Avantgardisten inspirieren zu lassen.
👉 Weitere Infos, Öffnungszeiten und Veranstaltungen im Kalender.
Weiteres in der Rubrik Ausstellungen und auf der Seite Ausstellungen.
