
„Combattimento“ in der Reihe „Zwischen Mars und Venus“
Krieg, Frieden und verlorene Liebe in der Musik Monteverdis
Joel Frederiksen und das preisgekrönte Ensemble Phoenix Munich widmen sich am 26. April im Mars-Venus-Saal des Bayerischen Nationalmuseums einem Schlüsselwerk des Frühbarock: dem achten Madrigalbuch von Claudio Monteverdi aus dem Jahr 1638. Unter dem Titel „Madrigali guerrieri et amorosi“ entfaltet sich eine Klangwelt zwischen kämpferischer Spannung und inniger Liebesklage. Im „Il combattimento di Tancredi e Clorinda“ entwickelt Monteverdi seinen berühmten „stile concitato“, jenen bewegten Stil, der kriegerische Affekte unmittelbar erfahrbar macht. Das „Lamento d’Arianna“, einzig erhaltenes Fragment der verschollenen Oper „L’Arianna“, verdichtet existenziellen Schmerz zu eindringlicher Schlichtheit. Mit „Ogni amante è guerrier“ nach Ovid und „Il ballo delle ingrate“ spannt sich der Bogen von mythologischer Allegorie bis zur mahnenden Vision aus der Unterwelt. Mit diesem Buch vollzieht Monteverdi den Übergang vom polyphonen Madrigal zur dramatischen Szene – Musik wird hier zum unmittelbaren Ausdruck menschlicher Leidenschaft.
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