
Cindy Sherman in München: Inszenierte Identitäten im Schaufenster
Mode im Schaufenster als Bühne der Selbstinszenierung
Mit dem „Sammlung Goetz/Schaufenster“ hat die Sammlung Goetz einen temporären Ausstellungsort geschaffen. Als Zwischennutzung konzipiert, fungiert er als sichtbares Forum während der Schließung des Stammhauses.
Bis 27. Juni steht hier Cindy Shermans Fashion-Serie im Mittelpunkt, die zwischen 1983 und 1994 entstand. Die fotografischen Selbstinszenierungen Shermans kreisen um weibliche Rollenbilder und visuelle Klischees einer medial geprägten Gesellschaft. Mode dient ihr als Experimentierfeld für Maskerade, Identität und Inszenierung. Statt gängiger Schönheitsideale zeigt sie überzeichnete, bisweilen groteske Figuren – eine ironische Brechung klassischer Modefotografie, oft als Anti-Fashion bezeichnet.
In den 1990-er Jahren rücken klischeehafte Figuren und die Kleidung selbst stärker ins Zentrum. Die Sammlung Goetz bewahrt Werkgruppen aus nahezu allen Phasen ihres über fünf Jahrzehnte währenden Schaffens. Ergänzend werden weitere Arbeiten aus dem Bestand gezeigt.
Weitere Infos finden Sie außerdem im Kalender.
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