
Wert, Wandel, Material
Die Ausstellung „Kalo“ in der Bergson Gallery
In den ehemaligen Kohlesilos der Bergson Gallery ist mit „Kalo“ die Solo-Ausstellung der Münchner Künstlerin Janine Mackenroth zu sehen. Bis 27. September entfaltet sich hier ein vielschichtiges Spannungsfeld zwischen Rohstoff, Kapital und kultureller Bedeutung. Ausgangspunkt ist die Doppeldeutigkeit von „Kohle“ – als fossiler Energieträger ebenso wie als umgangssprachliches Geld – und die Frage, wie Wert entsteht und gesellschaftlich codiert wird. Mackenroth arbeitet mit ungewöhnlichen Materialien und sinnlichen Ebenen: Gemälde aus pflanzenbasiertem Nagellack in geldscheinartigen Farbtönen treffen auf die Duftinstallation „Eau du capitalisme“. Ergänzt werden sie durch Objekte aus geschreddertem Banknotenmaterial der Deutschen Bundesbank, Edelstahlarbeiten, die mit Bio-Propangas gebrannt wurden, sowie den eigens entwickelten Nagellack „Babylonian Black“, der Farbcode und soziale Zuschreibung hinterfragt – eine dichte Untersuchung von Wertsystemen.
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