© Museum Villa Stuck

1968-2018 – 50 Jahre Museum Villa Stuck

Betreff: Schicksal Villa Stuck

Seit 50 Jahren steht das Münchner Museum Villa Stuck als Künstlerhaus für einen erweiterten Kunstbegriff. Es ist Kunst, Design und Architektur und zeigt Kunst, Design und Architektur. Von Franz von Stuck ursprünglich als Wohn- und Atelierhaus konzipiert und ab 1914 mit einem Ateliergebäude erweitert, ist das Museum Villa Stuck eine zeitgenössische Fortsetzung seines fortschrittlichen und immer künstlerischen Denkens. Ästhetische, philosophische und soziologische Fragestellungen von Künstlern, Designern und Architekten wurden und werden parallel, im Kontrast oder im Zusammenspiel mit der Sammlung, dem Haus und dem ganzheitlichen Denken Franz von Stucks und seiner Generation zur Diskussion gestellt.

© Museum Villa Stuck

Einem Glücksfall ist es zu verdanken, dass das Gebäudeensemble heute noch existiert, denn nach dem Tod des Malerfürsten 1928 durchlief die Villa eine höchst wechselhafte Geschichte vom Künstlerhaus zum Museum. Zum Start der Jubiläumsfeierlichkeiten im März zieht Franz von Stucks berühmte pfeilschießende Amazone aus dem Vorgarten zurück in das Ateliergebäude; sie war ursprünglich der Anlass für den Bau des Neuen Ateliers.

Es ist die weit vor der Museumsgründung liegende Schaffensperiode Stucks, die in seinem ehemaligen Atelier mit einer Überblicksausstellung seiner Skulpturen und Malerei das Jubiläumsjahr mit der Ausstellung „Das Neue Atelier Franz von Stucks“ eröffnet. Eines der größten Künstlerateliers seiner Zeit wird damit erstmals in seiner ursprünglichen Funktion und Disposition gezeigt. Die riesigen Nordlichtfenster werden geöffnet und erhellen die Atelierräume.

Die Ausstellung im ehemaligen Skulpturenatelier bietet die bislang umfassendste Schau zum plastischen Werk Franz von Stucks. Es reicht vom Nautilus mit Naturmuschel bis zum unbekannten Spätwerk. Unveröffentlichte Fotografien und Architekturpläne, Zeitungsartikel und ein Film (BR Archiv) eröffnen darüber hinaus in der Ausstellung erstmals schlaglichtartig einen Blick auf die bisweilen dramatischen Ereignisse um das Schicksal dieses Kulturprojekts von 1929-1968.

Absolut sehenswert!

Weiteres Informationen finden Sie unter www.villastuck.de.

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Bewertung 5 (1 Bewertung)
Von | 2018-03-08T13:36:38+00:00 Mrz 8, 2018|