
Cindy Sherman – Fashion, Maskerade und weibliche Rollenbilder
Fashion-Serie 1983–1994 im Schaufenster der Sammlung Goetz

Die amerikanische Künstlerin Cindy Sherman gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts. Ihre Fotografien sind weniger Porträts einzelner Personen als inszenierte Selbstporträts, in denen sie Rollenbilder, Klischees und Stereotypen des kollektiven Bildgedächtnisses untersucht. Im Fokus der Ausstellung der Sammlung Goetz stehen Werke aus ihrer Fashion-Serie (1983–1994), in denen Kleidung, Kostümierung und Maskerade die Protagonistinnen selbst überlagern.
Shermans Fotografien zeichnen sich durch ihre theatralische Groteske aus – die Bilder wirken wie Parodien auf klassische Modefotografie und gelten als Anti-Fashion. Die Mode dient hier als Mittel, um gesellschaftliche Vorstellungen von Weiblichkeit sichtbar zu machen, ohne sie zu idealisieren. Neben der Fashion-Serie werden auch Arbeiten gezeigt, die Shermans Zusammenarbeit mit Modemagazinen und Marken dokumentieren, darunter Kampagnen für Comme des Garçons, die New Yorker High-End-Boutique Dianne Benson und MAC Cosmetics.
Die Ausstellung bietet nicht nur Kunstinteressierten, sondern auch Fashion- und Fotografie-Fans die Möglichkeit, Shermans innovativen Umgang mit Inszenierung, Rollenbildern und visueller Sprache hautnah zu erleben.
Mehr Infos auf der offiziellen Webseite der Sammlung Schack und natürlich in unserem Kalender.
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