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Georg Scholz: Selbstbildnis vor der Litfaßsäule, 1926, Sammlung Staatliche Kunsthalle Karlsruhe © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Die aktuelle Ausstellung des Münchner Stadtmuseums

22. April 2021

Welt im Umbruch. Von Otto Dix bis August Sander – Kunst der 20er Jahre

Die Ausstellung „Welt im Umbruch. Von Otto Dix bis August Sander – Kunst der 20er Jahre“ im Münchner Stadtmuseum beleuchtet eine Zeit der Extreme und Gegensätze, voller Hoffnung und Elend, Licht und Schatten, die auch Assoziationen an die Gegenwart wecken.

Im Dialog zwischen Malerei und Fotografie stellt die Ausstellung Höhepunkte einer Kultur vor, die künstlerisch voller Innovationen steckte und in der sich zugleich Vorboten des kulturellen Niedergangs im Nationalsozialismus mehrten. Die moderne Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit in der Malerei und des Neuen Sehens in der Fotografie strebte eine sachliche und realistisch-veristische Wiedergabe des Bildgegenstands an. Charakteristisch ist der kühle distanzierte Blick auf das Geschehen, der die Welt ohne Illusionen, nüchtern und weitgehend emotionslos erfasst. In Abkehr von dem hymnischen Pathos des Expressionismus richteten die Malerinnen und Maler nunmehr ihre Aufmerksamkeit auf vermeintlich Banales, auf den Alltag der Großstadt und auf „hässliche“ Sujets.

Max Burchartz: Lottes Auge, 1928 © Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie/ VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die Fotografie der Zwanziger Jahre

Wie die Malerei befand sich auch die Fotografie Anfang der Zwanziger Jahre im tiefgreifenden Umbruch. Statt malerischer Unschärfe, die eine Nähe zur Kunst des Impressionismus und Symbolismus suggerierte, bekannten sich die modernen Fotografinnen und Fotografen zur Bildschärfe sowie zu einer unmanipulierten Darstellung der Wirklichkeit.

Die Ausstellung spürt diesem künstlerischen Dialog zwischen Malerei und Fotografie erstmals mit besonderem Fokus auf sieben Kapitel nach. Stillleben/ Die Dinge, Maschinenkunst und Technikkult, Akt und Selbstbildnisse, Individualporträt und Typenbildnis, Architektur/ Stadtansicht sowie politische Collagen. Das letzte Kapitel präsentiert dabei Arbeiten von Karl Hubbuch, Georg Scholz und John Heartfield. Also Werke von Malern, in denen sich die gesellschaftliche Entwicklung in der Weimarer Republik kritisch verdichten. Ausstellung und Publikation präsentieren Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die in Deutschland zwischen 1920 und 1935 gelebt und gewirkt haben. Neben circa 250 Fotografien, Gemälden und Grafiken werden auch die wichtigsten Fotopublikationen der Zeit zu sehen sein.


Die Ausstellung „Welt im Umbruch“ ist aktuell von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen finden Sie außerdem im Kalender.


Weiteres in der Rubrik Ausstellungen und auf der Seite Ausstellungen.