
Museum Villa Stuck in neuem Glanz
Wiedereröffnung mit vielfältigem Programm
Die Arbeiten des zweiten Bauabschnitts der Technischen Sanierung sind abgeschlossen. Pünktlich zu Various Others 2026 öffnete ein runderneuertes Museum Villa Stuck: Alle Bereiche sind wieder zugänglich und erstrahlen neu. Der Künstlergarten wurde neu bepflanzt, das Foyer umgestaltet und ein Vortragsraum eingerichtet. Mit der „Stuckkantine“ ist eine neue Museumsgastronomie eingezogen.

Anlässlich seiner Eröffnung startet das Museum Villa Stuck mit einem vielfältigen Ausstellungsprogramm. Bis 18. Oktober zeigt „No Single View“ neue Arbeiten von Ilit Azoulay, die aus einer zweijährigen Auseinandersetzung mit der Villa Stuck und ihrer Geschichte hervorgegangen sind. Aufbauend auf „Stopover“ (2024/25), das das frühere Interimsquartier in der Goethestraße 54 thematisierte, richtet sich der Blick nun auf das Museum selbst. Im Zentrum steht die Zwei-Kanal-
Installation „Mary“, die aus den Stimmen von 77 Schauspielerinnen ein vielschichtiges Porträt von Franz von Stucks Tochter entwickelt. Ilit Azoulay verschiebt dabei den Fokus von der Familiengeschichte auf bislang wenig beachtete Bereiche des Hauses.
Die Ausstellung „Zehn Leben. Delschad Numan Khorschid und Jan-Hendrik Pelz“ widmet sich bis 8. November den Themen Flucht, Trauma und Sehnsucht. Während Migration in gegenwärtigen Debatten allzu oft auf Zahlen, Kontingente sowie Forderungen nach Zurückweisung und Beschränkung reduziert wird, eröffnet sie einen Raum für Empathie und Menschlichkeit. Khorschid verarbeitet in Gemälden, Fotografien und Texten seine Fluchterfahrungen aus dem Irak, während Pelz migrantischen Lebensgeschichten eine eindringliche künstlerische Stimme verleiht.
Philipp Messners Schau „Feld“, die bis 20. September zu sehen ist, untersucht Wahrnehmung und die Grenzen zwischen Natur und Kunst. Seine Installationen bilden einen Parcours, der Fragen nach Künstlichkeit, Digitalität und den Einfluss auf unsere Realität stellt und Besucherinnen und Besucher aktiv in die Erfahrung mit einbindet.
Mit „Damenporträt à la japonaise. Franz von Stuck“ zeigt das Museum Villa Stuck bis 20. September eine bedeutende Neuerwerbung. Das Werk aus dem Besitz von Max Ackermann kehrt an seinen Entstehungsort zurück und eröffnet neue Perspektiven auf das Werk Franz von Stucks.
Weitere Informationen finden Sie außerdem im Kalender.
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