
Ragnar Axelsson – Greenland
Eine fotografische Reise an den Rand der bewohnten Welt

Der erste Blick fällt auf endlose Eislandschaften. Dann tauchen Schlittenhunde, Jäger und schließlich Menschen auf, die seit Generationen am Rand der bewohnbaren Welt leben. Was zunächst wie eine Reise in eine ferne Wildnis wirkt, erzählt in Wahrheit von den Folgen des Klimawandels – und von einer Lebensweise, die zunehmend verschwindet. Genau diese Welt zeigt der isländische Fotograf Ragnar Axelsson in seiner Ausstellung „Greenland“ im Münchner Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung.
Die Arktis gehört zu den Regionen, in denen sich die Folgen des Klimawandels besonders deutlich zeigen. Schmelzende Gletscher, auftauender Permafrost und bedrohte Lebensräume verändern das Leben der Menschen seit Jahren grundlegend.
Genau diese Veränderungen dokumentiert der isländische Fotograf Ragnar Axelsson seit mehr als vier Jahrzehnten. Die Ausstellung „Greenland„, die vom 24. Juli bis 1. November im Kunstfoyer zu sehen ist, präsentiert rund 60 seiner eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Fotografien.
Mehr als Naturfotografie
Axelsson bereist Grönland seit den frühen 1980er-Jahren regelmäßig. Seine Aufnahmen zeigen nicht nur Eislandschaften, Gletscher und Tiere, sondern vor allem die Menschen, deren Alltag eng mit Meer, Eis und Natur verbunden ist.
Im Mittelpunkt stehen Inuit-Familien, Jäger und Schlittenhunde sowie ihre jahrzehntelang gewachsene Beziehung zu einer Landschaft, die sich immer schneller verändert.
Besonders bekannt wurde Axelssons Langzeitdokumentation des grönländischen Jägers Hjelmer Hammeken, den er seit mehr als 30 Jahren begleitet.
Jäger Apapa auf dem Meereis – die Jagd bleibt für viele Familien eine wichtige Lebensgrundlage.
Verletzliche Schönheit

Die großformatigen Fotografien beeindrucken durch ihre klare Bildsprache. Mit Licht, Schatten und starken Kontrasten verdichtet Ragnar Axelsson die Arktis auf ihre wesentlichen Elemente: Eis, Wind, Berge, Tiere und Menschen.
Dabei entstehen keine romantischen Landschaftsbilder. Vielmehr erzählen die Fotografien von Würde, Widerstandskraft und Verlust – und davon, wie Umweltveränderungen das Leben der Menschen unmittelbar beeinflussen.
So wird die Ausstellung zugleich zu einem eindrucksvollen Zeugnis über den Klimawandel und seine globalen Folgen.
Zwischen Dokumentation und Kunst
Ragnar Axelsson zählt zu den bedeutendsten Fotografen des hohen Nordens. Seine Arbeiten erschienen unter anderem in National Geographic, TIME, Newsweek, GEO, Stern und The New Yorker. Zahlreiche internationale Auszeichnungen würdigen sein jahrzehntelanges dokumentarisches Werk.
Die Münchner Ausstellung macht diese außergewöhnliche Langzeitbeobachtung nun erstmals wieder in größerem Umfang zugänglich.
Ausstellung im Kunstfoyer
Die Ausstellung „Ragnar Axelsson. Greenland“ ist vom 24. Juli bis 1. November im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung am Thierschplatz zu sehen. Begleitend finden mehrere Vorträge zur Geschichte, Kultur und Gegenwart der Arktis statt.
Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag: 10 bis 18 Uhr
Freitag: 10 bis 20 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Mehr Infos auf der Webseite der Versicherungskammer Kulturstiftung und natürlich in unserem Kalender.
Weiteres in den Rubriken Ausstellungen und Highlights in und um München und auf den Seiten Highlights und Ausstellungen.

