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Ragnar Axelsson © Eisbär auf dem Meereis, Grönland, 2010

Ragnar Axelsson – Greenland

16. Juli 2026

Eine fotografische Reise an den Rand der bewohnten Welt

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Ragnar Axelsson © Eisbärenspuren auf dem Meereis, Grönland, 2010

Der erste Blick fällt auf endlose Eislandschaften. Dann tauchen Schlittenhunde, Jäger und schließlich Menschen auf, die seit Generationen am Rand der bewohnbaren Welt leben. Was zunächst wie eine Reise in eine ferne Wildnis wirkt, erzählt in Wahrheit von den Folgen des Klimawandels – und von einer Lebensweise, die zunehmend verschwindet. Genau diese Welt zeigt der isländische Fotograf Ragnar Axelsson in seiner Ausstellung „Greenland“ im Münchner Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung.

Die Arktis gehört zu den Regionen, in denen sich die Folgen des Klimawandels besonders deutlich zeigen. Schmelzende Gletscher, auftauender Permafrost und bedrohte Lebensräume verändern das Leben der Menschen seit Jahren grundlegend.

Genau diese Veränderungen dokumentiert der isländische Fotograf Ragnar Axelsson seit mehr als vier Jahrzehnten. Die Ausstellung „Greenland„, die vom 24. Juli bis 1. November im Kunstfoyer zu sehen ist, präsentiert rund 60 seiner eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Fotografien.

Mehr als Naturfotografie

Axelsson bereist Grönland seit den frühen 1980er-Jahren regelmäßig. Seine Aufnahmen zeigen nicht nur Eislandschaften, Gletscher und Tiere, sondern vor allem die Menschen, deren Alltag eng mit Meer, Eis und Natur verbunden ist.

Im Mittelpunkt stehen Inuit-Familien, Jäger und Schlittenhunde sowie ihre jahrzehntelang gewachsene Beziehung zu einer Landschaft, die sich immer schneller verändert.

Besonders bekannt wurde Axelssons Langzeitdokumentation des grönländischen Jägers Hjelmer Hammeken, den er seit mehr als 30 Jahren begleitet.

Hundeschlitten bahnen sich ihren Weg durch das zerklüftete Meereis – ein alltägliches, aber gefährliches Fortbewegungsmittel im hohen Norden.

Hundeschlitten bahnen sich ihren Weg durch das zerklüftete Meereis – ein alltägliches, aber gefährliches Fortbewegungsmittel im hohen Norden.
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Ragnar Axelsson © Hjelmer Hammeken, Jäger auf dem Meereis, Kangertittivaq, Grönland, 1995

Verletzliche Schönheit

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Ragnar Axelsson © Hjelmer Hammeken in Kangertittivaq, Grönland, 1995

Die großformatigen Fotografien beeindrucken durch ihre klare Bildsprache. Mit Licht, Schatten und starken Kontrasten verdichtet Ragnar Axelsson die Arktis auf ihre wesentlichen Elemente: Eis, Wind, Berge, Tiere und Menschen.

Dabei entstehen keine romantischen Landschaftsbilder. Vielmehr erzählen die Fotografien von Würde, Widerstandskraft und Verlust – und davon, wie Umweltveränderungen das Leben der Menschen unmittelbar beeinflussen.

So wird die Ausstellung zugleich zu einem eindrucksvollen Zeugnis über den Klimawandel und seine globalen Folgen.

Zwischen Dokumentation und Kunst

Ragnar Axelsson zählt zu den bedeutendsten Fotografen des hohen Nordens. Seine Arbeiten erschienen unter anderem in National Geographic, TIME, Newsweek, GEO, Stern und The New Yorker. Zahlreiche internationale Auszeichnungen würdigen sein jahrzehntelanges dokumentarisches Werk.

Die Münchner Ausstellung macht diese außergewöhnliche Langzeitbeobachtung nun erstmals wieder in größerem Umfang zugänglich.

Ausstellung im Kunstfoyer

Die Ausstellung „Ragnar Axelsson. Greenland“ ist vom 24. Juli bis 1. November  im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung am Thierschplatz zu sehen. Begleitend finden mehrere Vorträge zur Geschichte, Kultur und Gegenwart der Arktis statt.

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag: 10 bis 18 Uhr

Freitag: 10 bis 20 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Mehr Infos auf der Webseite der Versicherungskammer Kulturstiftung und natürlich in unserem Kalender.


Weiteres in den Rubriken Ausstellungen und Highlights in und um München und auf den Seiten Highlights und Ausstellungen.

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