
Münchener Biennale 2026
20 Jahre Festival für neues Musiktheater
Die Münchener Biennale ist weltweit einzigartig: Seit ihrer Gründung durch Hans Werner Henze versteht sie sich als Uraufführungsfestival und Labor für neues Musiktheater. 2026 feiert das von der Landeshauptstadt München veranstaltete Festival sein 20. Jubiläum. Mit neuem Leitungsduo: Katrin Beck und Manuela Kerer richten den Blick konsequent nach vorn und öffnen das Festival für neue Stimmen, Diskurse und Formate.
Musiktheater zwischen KI, Mythos und Identität

Zwölf Produktionen und Installationen – sämtlich Uraufführungen – prägen das Programm. Internationale Komponist*innen wie Zara Ali, Asia Ahmetjanova, Monthati Masebe, Piyawat Louilarpprasert oder Yuri Umemoto verhandeln zentrale Fragen unserer Gegenwart: Wahrheit und Illusion, virtuelle Welten, kulturelle Herkunft, politische und körperliche Arbeit.
Zu den großen Produktionen zählt „Codeborn“ von Zara Ali in der Muffathalle – ein Musiktheater über künstliche Intelligenz jenseits von Dystopie und Utopie. In „ENDLICH“ (Freiheitshalle) setzt sich Asia Ahmetjanova mit dem Tabu des Alterns auseinander. Monthati Masebe verbindet in „Isithunzi“ bei Einstein Kultur südafrikanische Traditionen mit elektronischen Klangräumen.
Einen besonderen Akzent setzt das Open-Call-Gewinnerprojekt „Xochiyaoyotl“ im schwere reiter – Musiktheater zwischen aztekischem Mythos und Kampfkunst. Mit „crypt_“ kehrt die Biennale in die Muffathalle zurück und verbindet europäische Oper, japanische Geistergeschichte und Anime-Ästhetik.
Musiktheater für junges Publikum
Mit „Der Miesepups“ im Münchner Volkstheater und „Wie das flunkert“ in der Schauburg München widmet sich die Biennale auch jungen Zuschauer*innen – spielerisch, experimentell und mit viel Klangfantasie.
Installationen und Mitmachformate
Die Biennale 2026 erweitert das klassische Aufführungsformat. „Foosball[D]“ verwandelt Tischfußball in interaktives Soundtheater, „ARCHE“ und „ROGUE FUTURES“ machen das Muffatwerk zur begehbaren Klanginstallation.
Mit dem Campus MB026 (in Kooperation mit LMU und Anton Bruckner Privatuniversität) sowie dem Podcast „Noch nicht Premiere“ entsteht ein Diskursraum zwischen Bühne, Wissenschaft und Publikum.
Vernetzt in Europa
Koproduktionen mit Institutionen wie Bayerische Staatsoper, Deutsche Oper Berlin oder internationalen Festivals zeigen: Die Münchener Biennale ist ein Netzwerkfestival. Viele Produktionen gehen nach der Uraufführung auf Tournee. Für Münchens kulturaffines Publikum bietet das Festival einen konzentrierten Blick auf die Zukunft des Musiktheaters. Es verbindet große Namen mit jungen Stimmen, internationale Perspektiven mit lokaler Verankerung. So setzt sie ein kulturpolitisches Zeichen für Offenheit und künstlerisches Risiko.
Mehr Infos auf der Webseite der Münchner Biennale und natürlich in unserem Kalender.
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