
Ein sanfter Tod
Premiere am 23. Januar im Theater im Marstall
Plötzlich klingelt das Telefon und das Leben ändert sich. So auch für Simone de Beauvoir und ihre Schwester, als sie erfahren, dass ihre Mutter im Krankenhaus liegt. Eindringlich schildert de Beauvoir, was es heißt, Abschied zu nehmen von der Frau, die einem das Leben geschenkt hat. Am 24. Oktober 1963 erhält sie den Anruf: „Ihre Mutter hat einen Unfall erlitten.“ Vier Wochen begleiten sie und ihre Schwester die Mutter zwischen Hoffnung, Nähe und Entfremdung. Kurz nach ihrem Tod entstehen die Aufzeichnungen „Ein sanfter Tod“, in denen de Beauvoir mit schonungsloser Klarheit beschreibt, wie schmerzhaft es ist, loszulassen – und die Frage, ob das Tochtersein endet, wenn die Mutter stirbt. Für Jean-Paul Sartre war es das bedeutendste Werk seiner Lebensgefährtin.
Nach dem Erfolg von „(Nicht)Mütter!“ bringen die Schauspielerinnen Sibylle Canonica, Barbara Horvath und Lisa Stiegler dieses persönliche Werk erstmals auf die Bühne des Marstalltheaters. Die Premiere findet am 23. Januar statt.
Weitere Informationen finden Sie außerdem im Kalender.
