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Das rodeo Festival 2026 präsentiert vom 9. bis 17. Oktober zehn Produktionen aus Tanz, Theater und Performance an verschiedenen Spielorten in München.
Das rodeo Festival 2026 steht unter dem Motto "Holding Ground" ©Tobias Zangl

rodeo 2026: Holding Ground

7. Oktober 2026

Tanz, Theater und Performance an acht Tagen in München

Vom 9. bis 17. Oktober bringt das rodeo Festival wieder aktuelle Arbeiten der freien Tanz-, Theater- und Performanceszene nach München. Unter dem Motto „Holding Ground“ suchen zehn Produktionen nach neuen Formen der Verortung – zwischen Mensch und Nicht-Menschlichem, Körper und Material sowie Vergangenheit und Gegenwart. Ergänzt wird das Programm durch Workshops, Gespräche, Diskursformate und Partys.

Seit 2010 ist rodeo Teil der Münchner Kunstszene und findet alle zwei Jahre statt. Das Festival gibt Einblicke in die Vielfalt der freien darstellenden Künste, fördert Austausch und Vernetzung und setzt sich mit aktuellen gesellschaftlichen und kulturpolitischen Fragen auseinander. Seit 2022 wird rodeo vom HochX beziehungsweise dem Theater und Live Art München e.V. veranstaltet. Die künstlerische Leitung liegt bei Ute Gröbel und Antonia Beermann.

Zwischen Tanz, Theater und Performance

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Stripping-Bolero © Jonas Fischer

Die zehn Arbeiten nähern sich dem Festivalthema auf sehr unterschiedliche Weise. In „Stripping Bolero“ von Rykena/Jüngst treffen Tanz, Gebärdensprache und erotisches Storytelling auf Maurice Ravels „Boléro“. „Making of an Animal“ von Quindell Orton untersucht die Grenze zwischen Mensch und Tier und verbindet Bewegung, Video und Live-Sound.

Geschichte wird in „Die Fabrik der verlorenen Fäden“ von Traummaschine Inc. greifbar. Das Theaterstück für Menschen ab acht Jahren führt in die Geschichte der jüdischen Unternehmerin Rosa Klauber, deren Spitzenwäschefabrik sich vor hundert Jahren auf dem heutigen Kreativquartier befand. „Wood Wood Wood – Nothing’s ever good“ von Christiane Huber beschäftigt sich mit dem Białowieża-Wald zwischen Polen und Belarus, seiner Geschichte und der Gewalt an der EU-Außengrenze.

Um Besitz, Land, Sprache und Deutungshoheit geht es in „Raub und Besitz“ von Dara Lalo, İrem Ekin und Sascha Malina Hoffmann. Die Produktion verbindet Songs, Stand-up, Agitprop und Video und wird auf Türkisch, Kurdisch, Englisch und Deutsch gespielt. „Yoldaş – Frauen, die einander halten“ von Nihan Devecioğlu erzählt mit Musik und Video auf Deutsch und Türkisch von Fremdsein, harter Arbeit und weiblicher Solidarität.

Damit zeigt rodeo 2026 ein vielstimmiges Programm, in dem Tanz auf Gebärdensprache, Akrobatik auf Performance Art und dokumentarisches Material auf Musik, Gesang und Rauminstallationen trifft. Die Produktionen beschäftigen sich unter anderem mit Erinnerung, Migration, Identität, Umwelt, Eigentum und Zusammenleben.

Das komplette Programm mit allen Produktionen, Terminen und Spielorten gibt es im Veranstaltungskalender von muenchen-online.de. mehr Infos zum Festival auf der offiziellen Webseite.


Weiteres in den Rubriken Festivals & Feste und Theater und auf den Seiten Festivals & Feste und Theater.

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