The image we combat with
Was geschieht mit dem menschlichen Körper, wenn er in einen Zustand extremer Gewalt versetzt wird? Inwiefern beeinflusst die Tatsache, dass wir eine Waffe in der Hand halten, unsere Bewegungen und unsere Absichten?
Im Zentrum unserer künstlerischen Auseinandersetzung steht ein Körper, der alles widerspiegelt, was außerhalb geschieht. Wir denken darüber nach, wie Ideologien unseren Körper und unseren Geist prägen: Auf sehr subtile Weise strukturieren sie uns von innen heraus neu, choreografieren unsere Körper und machen sie schließlich unfähig, frei zu handeln. An Gewalt teilzunehmen, bedeutet, einen Bruch zwischen Gefühl/Emotion und Funktion herbeizuführen. Menschliche Körper ausschließlich unter dem Gesichtspunkt ihrer Funktionalität zu betrachten, trägt dazu bei, die Massen zu kontrollieren.
Anhand des Bildes des brutalen Clowns der Moderne überhöht Alina Belyagina den Körper, denkt und bewegt sich im Einklang mit den Bildern von Protesten, Demonstrationen und Gewaltszenen und reduziert diese auf die Ebene eines grafischen Zeichens oder eines Textes, wobei sie versucht, sie zu verkörpern, ihnen zuzuhören, sich mit ihnen und von ihnen weg zu bewegen.
Quelie: Veranstalter
Theaterkasse, Tel. 2 33-9 66 00 (Mo-Sa 11.00-19.00 Uhr, So & Fei geschlossen), Kartenansage: Tel. 2 33-9 66 01
Eintritt frei
Maximilianstr. 26-28, 80539 München
www.muenchner-kammerspiele.de
Rubrik Theater, Ballett, Oper | Theater anzeigen
