Kunstsammlung des Herzoglichen Georgianums
Ein verborgener Schatz unter den Kunst‑Sehenswürdigkeiten
Die Kunstsammlung des Herzoglichen Georgianums in München gehört zu den kulturellen Geheimtipps der bayerischen Landeshauptstadt und zählt zu den faszinierendsten historischen Kunstsammlungen in München. Sie befindet sich im Herzoglichen Georgianum, einem traditionsreichen Priesterseminar mit Ursprung im Jahr 1494, und bietet einen einzigartigen Einblick in sakrale Kunst, die vom frühen Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert reicht.Geschichte der Sammlung - Von Lehrzweck zu kulturellem Erbe
Die Kunstsammlung wurde ab 1885 von Dr. Andreas Schmid, dem damaligen Direktor des Georgianums, aufgebaut. Sein Ziel war es, angehenden Priestern ein Verständnis für kirchliche Kunst, Ikonographie und Liturgie zu vermitteln - und zwar anhand originaler Kunstwerke statt nur theoretischer Lehrbücher. Heute gehört die Sammlung zu den bedeutendsten kirchlichen Kunstsammlungen in München, obwohl sie weit weniger bekannt ist als die großen Museen der Stadt.Umfang und Schwerpunkte der Sammlung
Die Bestände umfassen rund 600 Kunstwerke, von denen etwa 300 Objekte ausgestellt sind und regelmäßig nach Vereinbarung besichtigt werden können. Schwerpunkte bilden:- Spätgotische Skulpturen, insbesondere aus dem Allgäu rund um Immenstadt
- Gemälde aus der Romanik bis zum 19. Jahrhundert
- Liturgische Geräte, Monstranzen, Kelche und Messgewänder
- Raritäten kirchlicher Ausstattung, die Zeugnis kirchlicher Tradition und Handwerkskunst ablegen
Besuch und Zugänglichkeit - Ein besonderes Erlebnis nach Vereinbarung
Die Kunstsammlung des Herzoglichen Georgianums ist kein klassisches öffentliches Museum wie die Pinakotheken - sie ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung zugänglich und eignet sich besonders für Besucher, die kulturelle Tiefe und historische Zusammenhänge schätzen. Führungen durch die Sammlung sind informativ und bieten oft Hintergrundwissen zur Entstehung der Werke, ihrer liturgischen Funktion und kunsthistorischen Bedeutung.Warum die Sammlung ein Muss für Kunst‑Interessierte ist
Obwohl sie nicht so bekannt ist wie andere Museen in München, lohnt sich ein Besuch der Kunstsammlung des Herzoglichen Georgianums aus mehreren Gründen:- Einzigartige sakrale Kunstwerke - selten auf öffentlichen Ausstellungen zu sehen
- Historische Bedeutung - die Sammlung dient seit über einem Jahrhundert als Studien‑ und Lehrmuseum
- Individuelles Erlebnis - kleine Besuchergruppen und persönliche Führungen sorgen für ein intensives Kunsterlebnis
Fazit: Ein verborgenes Juwel der Kunst in München
Die Kunstsammlung des Herzoglichen Georgianums ist ein stilles, aber wertvolles Highlight unter den kulturellen Sehenswürdigkeiten Münchens. Sie verbindet religiöse Tradition, kunsthistorische Tiefe und spirituelle Bedeutung in einer Sammlung, die weit mehr ist als nur ein Museum - sie ist ein lebendiges Zeugnis kirchlicher Kunstgeschichte. Ein Besuch lohnt sich für alle, die Museen in München jenseits der großen Klassiker erleben wollen.Kunstsammlung des Herzoglichen Georgianums
Professor-Huber-Platz 1
80539 München
www.herzogliches-georgianum.de
Öffnungszeiten:
» Besichtigung nur nach telefonischer Voranmeldung möglich (Mai bis Juni & November bis Februar)
Anfahrt (MVV & MVG):
» U-Bahn U3 & U6, Bus 58, 68, 153 & 154: Universität
