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Ausstellung der Jüdischen Künstler, Städtische Galerie im Lenbachhaus, 1948 © United States Holocaust Memorial Museum, Washington D. C.

Der Rest der Geretteten

30. Juni 2023

Das Ausstellungsprojekt „München Displaced“

Das aktuelle Ausstellungsprojekt „München Displaced“ des Jüdischen Museums und des Münchner Stadtmuseums stellt eine Vielfalt an Erfahrungen in der unmittelbaren Nachkriegszeit in München vor. Erstmals steht die heterogene Gruppe der Displaced Persons im Mittelpunkt. Also Personen, die infolge des Zweiten Weltkriegs aus ihren Heimatländern geflohen sind, vertrieben oder deportiert wurden und sich nach 1945 in München wiederfanden. In den zwei parallelen Ausstellungen werden die Erfahrungen und Erzählungen von Displaced Persons unterschiedlichster Herkunft in einen lokal-historischen Zusammenhang gebracht. Ihre Schicksale und ihr Erleben in den unmittelbaren Nachkriegsjahren Münchens werden als wichtiger Referenzpunkt für die Einwanderungsgeschichte Münchens herausgearbeitet.

Ausstellung im Jüdischen Museum München

Demonstration gegen die Rückführung der Passagiere des Einwandererschiffes „Exodus 1947“ aus dem britischen Mandatsgebiet Palästina, München, Juli 1947 © From the Archives of the YIVO Institute for Jewish Research, New York

Das Jüdische Museum München beleuchtet vom 5. Juli bis 17. März unter dem Ausstellungstitel „München Displaced. Der Rest der Geretteten“ die lokale Infrastruktur der jüdischen Displaced Persons in München. Dabei wird die Gegend rund um die Möhlstraße im Stadtviertel Bogenhausen beschrieben. Das Viertel war nach 1945 mit zentralen Einrichtungen wie der amerikanisch-jüdischen Hilfsorganisation JOINT, dem Zentralkomitee der befreiten Juden sowie vielen Lebensmittelläden und koscheren Restaurants von immenser Bedeutung. Auch die Existenzgründungen jüdischer Displaced Persons in München nach 1945, die Eröffnung der wiederhergestellten Synagoge Reichenbachstraße 1947 sowie die „Ausstellung
der Jüdischen Künstler“ 1948 in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus werden anhand erstmals gezeigter Ausstellungsstücke thematisiert. Dabei verweist das Jüdische Museum München auf viele weitere Adressen, die zum Alltagsleben, zur Geschichte und zur Kultur der jüdischen Displaced Persons gehörten. Die beiden Museen bieten übrigens kombinierbare Kuratorinnenrundgänge und weitere Rundgangsformate durch die Ausstellungen an.


Weitere Informationen zur Ausstellung im Jüdischen Museum sowie im Münchner Stadtmuseum finden Sie außerdem im Kalender.


Weiteres in der Rubrik Ausstellungen und auf der Seite Ausstellungen.