Auf Spurensuche in Hellabrunn … | Muenchen Online
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Tierbabys und Umweltschutz im Tierpark

Faultier-Familie

© Michael Matziol

Einer der neuen Stars im Tierpark Hellabrunn ist sicherlich das – zugegeben schwer zu entdeckende – Faultier-Baby, das am 18. Juni geboren wurde. Wer Glück hat, kann das kleine Zweifinger-Faultier im Nashornhaus bei seinen Eltern bestaunen. Genaues Hinsehen lohnt sich! Doch nicht nur dort gibt es Tiere zu sehen, an denen manch einer vielleicht vorbei läuft. Neben Elefanten, Löwen und Co. bietet der Tierpark Lebensraum für viele einheimische Tiere, die sich vor den Augen der Besucher meist verbergen.

Sind euch zum Beispiel schon einmal die Totholzhecken entlang der Wege aufgefallen? Nein? Dann wird es höchste Zeit beim nächsten Besuch darauf zu achten, denn in solchem scheinbar unnützen Holz finden etwa Insekten oder Schlangen einen natürlichen Wohnraum. Schautafeln weisen allen, die die Augen offen halten, den Weg zu solchen Oasen für die heimische Insekten- und Tierwelt. Zusätzlich setzt der Zoo auf Biodiversität, heimische Pflanzen und Pilze sind auf dem gesamten Areal zu finden. Für alle Interessierten bietet der Tierpark zudem einige Thementage an: über Elefant, Orang-Utan, Fledermaus, Naturschutz und vieles mehr können sich Besucher an speziellen Terminen informieren. Selbst ein Blick hinter die Kulissen ist am 17. November möglich!

Elchbabys

© Marc Müller

Wer den Tierpark schon länger kennt, hat sicherlich längst bemerkt, wie viel sich verändert hat. Die Futterautomaten im Streichelzoo am Isar-Eingang sind Vergangenheit, Tierhäuser wurden den Bedürfnissen der Bewohner entsprechend umgebaut und bieten zudem noch mehr spannende und interessante Informationen für Besucher. Die Tierpfleger sind stets auf das Wohl ihrer Schützlinge bedacht und fordern die Tiere körperlich und geistig mit Futterspielen. Dass es dennoch Kritik an Zoos gibt, wird nicht ignoriert, im Gegenteil. Flyer informieren Kritiker und Interessierte und räumen sachlich und fundiert mit gängigen Vorurteilen auf. Der Tierpark entwickelt sich stetig weiter und bezieht die Besucher in diesen Prozess ein.

Dass den Mitarbeitern nicht nur das Wohlergehen der eigenen Tiere am Herzen liegt, zeigen zudem die Polarwelt und das neu eröffnete Mühlendorf. Zwischen Pinguinen und Eisbären finden sich zahlreiche Info-Tafeln zu Mikroplastik und anderen Gefahren für die Gesundheit von Tier und Mensch. Der Kontrast von niedlichen Tieren und beinahe verstörenden Fakten über Umweltverschmutzung könnte kaum größer sein. Hellabrunn versteht sich nicht als Zoo, in dem wahllos Tiere zur Schau gestellt werden. Artenschutz, das Wohl der Tiere, gezielte Nachzucht und Informationen für wissbegierige Besucher stehen im Vordergrund. Das machen auch die neuen Themenwelten deutlich.

Yaknachwuchs

© Dominik Greenwood

Wer sich auf die faszinierende Reise durch die Welt der Tiere begeben und dabei noch viel Neues erfahren möchte, kann neben den Informationsräumen auch auf die Fußspuren in der Polarwelt oder bei den Elefanten achten. Nur Aufmerksame dürften die Abdrücke im Boden bemerken, die den Weg zu spannenden Fakten rund um die Tiere weisen. Verweilt doch bei eurem nächsten Besuch in Hellabrunn einmal an einer ruhigen Ecke auf einer der Sitzgelegenheiten und beobachtet die Tiere. Junge Elche, Yaks und viele mehr freuen sich über interessierte Besucher.

Zudem gibt es natürlich genügend Spielplätze, Imbiss-Stände, ein Aquarium und faszinierende Tierpfleger-Treffpunkte, Trainings und Fütterungen, bei denen die Tiere hautnah miterlebt werden können. Außergewöhnlich sind sicher auch die individuellen Führungen oder Kindergeburtstage in Hellabrunn. Oder wie wäre es mit einem von Profis geleiteten Zeichen- oder Fotokurs in Hellabrunn?

Es gibt viel zu entdecken, wenn man aufmerksam beobachtet und sich genügend Zeit nimmt, also auf geht’s nach Hellabrunn!

Von | 2018-08-10T16:11:18+00:00 Aug 10, 2018|