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Es gibt viele einfache Maßnahmen zum Energiesparen im Haushalt.

Energiesparen im Eigenheim: Welche Möglichkeiten gibt es?

20. März 2020

Energiesparen schont nicht nur ihren Geldbeutel sondern auch die Umwelt. Wie ihr in eurem Eigenheim mit kleineren und größeren Maßnahmen eine Menge erreichen könnt, das zeigen wir euch in diesem Artikel.

Heizen und Strom sind die größten Nebenkosten, die Eigenheimbesitzern regelmäßig Schweißperlen auf die Stirn treiben, wenn die entsprechende Rechnung eintrudelt. In beiden Bereichen gibt es Möglichkeiten um eine Menge Energie und damit auch bare Münze zu sparen.

Einfache Maßnahmen zum Stromsparen

Schon mit ganz einfachen Maßnahmen lässt sich die Stromrechnung drastisch senken. Wusstet ihr beispielsweise, dass ihr den Verbrauch eures Kühlschranks um satte sechs Prozent senken könnt, wenn ihr die Temperatur von sechs auf (völlig ausreichende) sieben Grad einstellt? Oder das ihr 15 Prozent Strom spart, wenn ihr eure heißgeliebte Pizza im Ofen mit Umluft statt mit Ober- und Unterhitze schön kross werden lasst. Die Verbraucherzentralen haben diese und viele weitere Tipps die ohne großen Aufwand und Kosten für euch durchführbar sind zusammengefasst.

Das Bundesministerium für Umwelt hat ebenfalls einfach umzusetzende Empfehlungen zusammengestellt, wie ihr mit einfachsten Mitteln Strom sparen könnt. Vielen bekannt ist sicher schon, dass Geräte auch im Standby-Modus Strom verbrauchen. Das beim Kochen satte 30 Prozent weniger Energie benötigt wird, wenn ein Deckel auf den Topf kommt, dürfte dagegen längst nicht jeder wissen. Sinnvoll ist es auch in jedem Fall, traditionelle Lampen durch LED-Leuchten zu ersetzen.

Unsere Landeshauptstadt München hat sich entschieden, Menschen zu belohnen, die diese Tipps beherzigen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Im Rahmen des Projekts „München cool city“ belohnt die Stadt Stromsparer mit einer Prämie. „Wir fördern jeden Haushalt, der mindestens 20 Prozent weniger Strom verbraucht als der deutsche Durchschnittshaushalt“, erklärt Umweltreferentin Stephanie Jacobs.

Die Prämie beträgt 50 Euro, wenn der Stromverbrauch im Sparzeitraum von sechs Monaten 20 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt liegt und sogar 100 Euro, wenn er 30 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Um die Stromsparprämie zu ergattern, muss man sich aber online registrieren. Dies ist noch bis zum 30. September 2020 möglich. An der Stromsparprämie können alle Münchner teilnehmen, die im Stadtgebiet München wohnen. Das umfasst die Postleitzahlen 80331 bis 81929.

Größere Maßnahmen zum Stromsparen

Deine Kühltruhe hat die Energieeffizienzklasse A? Du denkst besser geht es ja nicht? Pustekuchen! Denn moderne Geräte verfügen über die Klasse A+++ – und sind deutlich Energiesparender. Bis zu 170 Kilowattstunden pro Jahr kann ein Zweipersonenhaushalt durch die Anschaffung eines neuen Kühlgeräts pro Jahr einsparen, hat das Bundesumweltministerium ausgerechnet. Die Anschaffung einer neuen Kühltruhe amortisiert sich damit zwar nicht binnen Monaten, aber doch im Laufe der Jahre. Echte Stromfresser sind neben der Truhe beispielsweise auch Waschmaschinen, Wäschetrockner, der Herd oder Geschirrspüler.

Als Stromfresser Nummer eins haben viele Experten veraltete Heizungspumpen ausgemacht. Sie wälzen während der Heizungsperiode ungeachtet des Bedarfs rund 6.000 Stunden heißes Wasser um – ungeachtet des Bedarfs. Das sorgt dafür, dass sich die Rädchen deines Stromzählers ganz schön schnell drehen. Ohnehin lässt sich beim Thema Heizen eine Menge Energie und Geld sparen.

Einfache Maßnahmen zum Sparen von Heizkosten

Wer Heizkosten sparen will, kann dies auch ohne teure Sanierungsmaßnahmen tun. Schon die richtige Einstellung der Heizkörper, kann hier riesige Effekte haben. In Wohnräumen sollte die Temperatur um die 20 Grad betragen. Um dies zu erreichen, sollte der Regler auf Stufe drei stehen. Im Schlafzimmer, das etwas kälter sein darf, genügt Stufe zwei um eine angenehme Temperatur von etwa 16 Grad zu erreichen.

In ungenutzten oder selten genutzten Räumen (Flur, Keller) reicht eine Einstellung auf Stufe eins. Lediglich im Badezimmer und im Kinderzimmer, wo viele es gerne etwas wärmer haben (zirka 22 Grad) kann man den Regler auf Stufe vier stellen. Als Faustregel gilt hier, ähnlich wie beim Kühlschrank: Jedes Grad weniger spart ungefähr sechs Prozent an Energiekosten. Wer das nicht regelmäßig selbst kontrollieren möchte, der findet mittlerweile eine breite Auswahl an Smart-Home-Systemen, die diese Aufgabe übernehmen.

Heizkörper sollten zudem nicht durch davorstehende Möbel oder dicke Gardinen daran gehindert werden, die warme Luft ausströmen zu lassen. Wichtig ist auch das regelmäßige Entlüften von Heizkörpern: Am besten, jedes Jahr bevor die Heizperiode beginnt, spätestens aber wenn der Heizkörper beginnt zu „gluckern“. Ist überschüssige Luft im System kann der Heizkörper nicht mehr richtig aufheizen und benötigt mehr Energie. Nahezu selbsterklärend ist auch, dass Türen von kälteren zu wärmeren Räumen geschlossen bleiben sollten.

Gerade im Winter spielt auch das Thema Lüften eine entscheidende Rolle um Heizkosten zu sparen: Die wichtigsten Stichpunkte: Morgens gut durchlüften (Durchzug), danach – insbesondere in der Nacht – Fenster nicht auf „Dauerkipp“ stellen. Vor dem schlafen gehen empfiehlt es sich zudem die Heizleistung herunterzufahren.

Auch das Auslegen von Läufern oder Teppichen auf Fliesen kann zum Energiesparen beitragen. Durch sie wird das Wärmeempfinden verbessert. Menschen nehmen einen Raum mit Teppichen um rund zwei Grad wärmer wahr, als er tatsächlich ist.

Zudem sollte darauf geachtet werden, dass Heizungsrohre gut gedämmt sind, damit diese nicht unnötig Wärme (insbesondere in unbeheizten oder wenig beheizten Gebäudeteilen wie dem Keller) abgeben. Auch durch Rollläden-Kästen dringt oft Kälte ein, was sich durch das Anbringen entsprechender Dämmsysteme verhindern lässt. Auch Fenster- und Türrahmen sollten dahingehend überprüft werden, dass sie absolut dicht sind.

Größere Maßnahmen zum Sparen von Heizkosten

Wer seine Heizung komplett erneuern will, für den gibt es viele neue und umweltschonende Methoden. Den unbegrenzten Vorrat an Erdwärme nutzt das Modell der Geothermie mit Erdkollektoren und Sensoren, eine moderne Erdwärmepumpe mit einer Vielzahl an Vorteilen. Die Beschaffung von Brennstoff entfällt, man hat mehr Platz im Keller, da kein Heizungsraum und kein Brennstofflager nötig ist und man ist unabhängig von steigenden Öl- oder Gaspreisen. Schon jetzt erfüllen die meisten Anlagen auch schon das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Zudem werden Geothermie-Heizungen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert.

Ein Blick auf die Angebote der KfW lohnt sich aktuell für alle, die ein älteres Eigenheim komplett oder teilweise energetisch sanieren wollen. Denn hier gibt es eine Menge Fördermaßnahmen sowie kostengünstige Kredite.

Wer seine Immobilie so modernisiert, dass sie die Vorgaben zum sogenannten „KfW-Effizienzhaus“ erfüllt, hat Anspruch auf einen Kredit in Höhe von bis zu 120.000 Euro für eine Komplettsanierung oder 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen. Aber das Beste kommt erst noch: Aktuell erhält man (sofern die Bedingungen erfüllt werden) einen Tilgungszuschuss in Höhe von bis zu 48.000 Euro. Ihr müsst also deutlich weniger Geld zurückzahlen, als ihr bekommen habt.

Wer für die Maßnahmen keinen Kredit benötigt kann ebenfalls profitieren – und zwar in Form eines Investitionszuschusses von bis zu 48.000 Euro für die Sanierung zum „KfW-Effizienzhaus“ und von bis zu 10.000 Euro für Einzelmaßnahmen. Wer die entsprechende Planung der Sanierung nicht selbst machen – sondern diese lieber einem Profi überlassen will kann zu den Kosten für die Beauftragung eines Experten für Energieeffizienz bis zu 4.000 Euro Zuschuss erhalten.

Der KfW-Effizienzhaus-Standard ergibt sich übrigens aus einer Kombination verschiedener baulicher und technischer Maßnahmen, vor allem aus den Bereichen Heizung, Lüftung und Dämmung. Je nach Ausgangslage in eurer Immobilie können mit energetischen Sanierungsmaßnahmen hohe Energieeinsparungen erzielt werden.

„Wird die Gebäudehülle vollständig sowie zeitgemäß wärmegedämmt und kommt eine effiziente Haustechnik mit Nutzung von erneuerbarer Energie zum Einsatz, sind Energieeinsparungen von über 60 Prozent gegenüber dem unsanierten Zustand sehr gut zu erreichen“, schreibt die KfW.

Je nach der Fülle der durchgeführten Maßnahmen unterscheidet man die „KFW-Effizienzhaus-Standards“ mit den Bezeichnungen 55, 70, 85, 100 und 110. Je niedriger die Zahl desto besser ist die Energie-Effizienz und desto mehr Zuschuss gibt es. Allerdings sind dafür dann allerdings jeweils auch mehr Bedingungen zu erfüllen. Für den Effizienzhaus-Standard 85 müssen beispielsweise eine 14 Zentimeter dicke Außenwanddämmung, eine 20 Zentimeter dicke Dachdämmung sowie eine acht Zentimeter dicke Kellerdämmung vorhanden sein. Hinzu kommen Fenster mit mindestens Doppelverglasung, eine moderne Heizung, die gewisse Kriterien erfüllen sowie eine Solaranlage zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung.


Weiteres in der Rubrik Sonstige Events und auf der Seite Sonstige Events.